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Geschlechtskrankheiten sind Infektionskrankheiten, die hauptsächlich durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend.
Geschlechtskrankheiten sind Infektionskrankheiten, die hauptsächlich durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend.
Geschlechtskrankheiten, auch sexuell übertragbare Infektionen (STI) oder sexuell übertragbare Erkrankungen (STD) genannt, sind Infektionskrankheiten, die in erster Linie durch sexuellen Kontakt – also durch vaginalen, analen oder oralen Geschlechtsverkehr – übertragen werden. Einige können auch durch Blut, Muttermilch oder bei der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Weltweit zählen Geschlechtskrankheiten zu den häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt.
Geschlechtskrankheiten werden durch verschiedene Arten von Krankheitserregern verursacht:
Chlamydien sind die häufigste bakterielle Geschlechtskrankheit in Deutschland. Sie verlaufen oft symptomlos, können aber unbehandelt zu Unfruchtbarkeit führen. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.
Die Gonorrhoe wird durch Bakterien verursacht und äußert sich häufig durch Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen. Unbehandelt kann sie sich auf innere Organe ausbreiten. Zunehmend resistente Stämme erschweren die Therapie.
Die Syphilis verläuft in mehreren Stadien – von schmerzlosen Geschwüren bis hin zu schweren Organschäden. Sie ist mit Antibiotika (Penicillin) gut behandelbar, wenn sie früh erkannt wird.
HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) greift das Immunsystem an und kann unbehandelt zu AIDS führen. Durch moderne antiretrovirale Therapien ist HIV heute gut kontrollierbar und die Lebenserwartung der Betroffenen nahezu normal.
Herpes genitalis wird durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2 (seltener Typ 1) verursacht und äußert sich in schmerzhaften Bläschen im Genitalbereich. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich, antivirale Medikamente lindern jedoch die Symptome.
Humane Papillomviren (HPV) sind die häufigsten sexuell übertragbaren Viren. Bestimmte HPV-Typen können Feigwarzen (Kondylome) oder Gebärmutterhalskrebs verursachen. Eine Schutzimpfung ist verfügbar und wird für Kinder und Jugendliche empfohlen.
Viele Geschlechtskrankheiten verlaufen zunächst ohne oder mit nur milden Beschwerden. Mögliche Warnsignale sind:
Da viele Erkrankungen lange symptomlos bleiben, ist eine regelmäßige Untersuchung bei sexuell aktiven Personen wichtig.
Die Diagnose erfolgt je nach Erreger durch verschiedene Methoden:
Anonyme und kostenlose Tests werden in Deutschland unter anderem bei Gesundheitsämtern und spezialisierten Beratungsstellen (z. B. der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA) angeboten.
Die Therapie hängt vom jeweiligen Erreger ab:
Wichtig: Sexualpartner sollten stets informiert und ebenfalls untersucht und behandelt werden, um eine Reinfektion zu vermeiden.
Die wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten sind:
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