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Die Gleichgewichtsreaktion ist ein motorischer Schutzreflex, der den Körper vor dem Umfallen schützt. Sie gehört zur vestibulären und sensomotorischen Kontrolle.
Die Gleichgewichtsreaktion ist ein motorischer Schutzreflex, der den Körper vor dem Umfallen schützt. Sie gehört zur vestibulären und sensomotorischen Kontrolle.
Die Gleichgewichtsreaktion bezeichnet eine Gruppe unwillkürlicher motorischer Reaktionen des Körpers, die dazu dienen, das Gleichgewicht zu erhalten oder wiederherzustellen, wenn der Körperschwerpunkt aus dem Gleichgewicht gerät. Sie sind Teil des komplexen sensomotorischen Systems und gehören zu den grundlegenden Schutzreflexen des menschlichen Körpers. Gleichgewichtsreaktionen werden überwiegend unbewusst gesteuert und sind das Ergebnis eines Zusammenspiels von vestibulärem System (Gleichgewichtsorgan im Innenohr), visuellem System (Augen) und propriozeptivem System (Tiefensensibilität aus Muskeln, Sehnen und Gelenken).
Das Gleichgewichtssystem des Menschen basiert auf drei Hauptkomponenten:
All diese Informationen werden im Kleinhirn und in anderen Hirnarealen verarbeitet. Das Gehirn leitet daraufhin motorische Korrekturbefehle an die entsprechenden Muskelgruppen weiter, um die Balance zu sichern.
Stellreaktionen (engl. righting reactions) richten den Körper oder einzelne Körperteile im Raum aus. Sie sorgen dafür, dass Kopf und Rumpf in einer aufrechten Position gehalten werden können.
Stützreaktionen (engl. protective reactions) sind schnelle Ausgleichsbewegungen der Arme oder Beine, die aktiviert werden, wenn ein Sturz drohend bevorsteht. Sie dienen dem Schutz vor Verletzungen.
Diese umfassen feine Anpassungsbewegungen des Rumpfes und der Extremitäten, die ausgelöst werden, wenn der Körperschwerpunkt leicht aus dem Gleichgewicht gerät. Typische Beispiele sind das seitliche Anheben eines Arms beim Schwanken auf einem Bein.
Gleichgewichtsreaktionen entwickeln sich beim Menschen schrittweise im Laufe der frühkindlichen Entwicklung. Neugeborene verfügen über primitive Reflexe, die im Verlauf der ersten Lebensjahre durch ausgefeiltere Gleichgewichts- und Stellreaktionen ersetzt werden. Die vollständige Reifung dieser Reaktionen ist eine Voraussetzung für das Erlernen des Stehens und Gehens.
Gestörte Gleichgewichtsreaktionen können auf eine Vielzahl von Erkrankungen des Nervensystems oder des Gleichgewichtsorgans hinweisen. Häufige Ursachen sind:
Die Überprüfung der Gleichgewichtsreaktionen erfolgt in der Neurologie, Physiotherapie und HNO-Heilkunde durch verschiedene Tests:
Bei gestörten Gleichgewichtsreaktionen stehen verschiedene therapeutische Ansätze zur Verfügung:
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