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Glukuronsäure ist eine natürlich vorkommende Zuckersäure, die im menschlichen Körper eine zentrale Rolle bei der Entgiftung und dem Stoffwechsel spielt.
Glukuronsäure ist eine natürlich vorkommende Zuckersäure, die im menschlichen Körper eine zentrale Rolle bei der Entgiftung und dem Stoffwechsel spielt.
Glukuronsäure (auch: Glucuronsäure) ist eine organische Säure, die aus der Oxidation von Glukose entsteht. Sie gehört zur Gruppe der Uronsäuren und kommt natürlich im menschlichen Körper, in Pflanzen sowie in bestimmten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln vor. Im menschlichen Organismus übernimmt sie wichtige Aufgaben im Stoffwechsel, insbesondere bei der Entgiftung und beim Aufbau von Bindegewebe.
Eine der bedeutendsten Funktionen der Glukuronsäure ist die sogenannte Glukuronidierung. Dabei wird Glukuronsäure in der Leber an körperfremde Substanzen (z. B. Medikamente, Umweltgifte) sowie an körpereigene Stoffwechselprodukte (z. B. Bilirubin, Hormone) gebunden. Durch diese Bindung werden die Substanzen wasserlöslich und können über Niere und Darm ausgeschieden werden. Dieser Mechanismus ist ein zentraler Bestandteil der Phase-II-Biotransformation in der Leber.
Glukuronsäure ist ein wichtiger Baustein von Glykosaminoglykanen wie Hyaluronsäure, Heparan, Chondroitinsulfat und Dermatansulfat. Diese Verbindungen sind strukturelle Bestandteile von Knorpel, Knochen, Haut, Sehnen und der extrazellulären Matrix. Sie tragen zur Elastizität und Hydratation des Gewebes bei.
Im Uronsäureweg wird Glukuronsäure aus UDP-Glukose synthetisiert. Sie kann im Körper weiter zu Ascorbinsäure (Vitamin C) metabolisiert werden, jedoch ist dieser Stoffwechselweg beim Menschen nicht aktiv – der Mensch ist daher auf eine externe Zufuhr von Vitamin C angewiesen.
Glukuronsäure kommt natürlicherweise in einigen Lebensmitteln vor, darunter:
Bei eingeschränkter Leberfunktion kann die Glukuronidierungskapazität vermindert sein, was zu einer verlangsamten Ausscheidung von Medikamenten und Toxinen führt. Dies ist klinisch bedeutsam bei der Dosierung von Arzneimitteln, die über Glukuronidierung abgebaut werden (z. B. Morphin, Paracetamol, bestimmte Benzodiazepine).
Störungen im Stoffwechsel von Glykosaminoglykanen, bei denen Glukuronsäure ein wesentlicher Bestandteil ist, können zu seltenen Erbkrankheiten führen, den sogenannten Mukopolysaccharidosen. Diese sind durch eine Ansammlung unverdauter Glykosaminoglykane in verschiedenen Organen gekennzeichnet.
Die Glukuronidierung ist einer der häufigsten Mechanismen des Arzneimittelstoffwechsels beim Menschen. Genetische Variationen im Enzym UDP-Glukuronosyltransferase (UGT), das diesen Prozess katalysiert, können die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten beeinflussen.
Für Glukuronsäure als isolierte Substanz gibt es keine offiziellen Zufuhrempfehlungen der WHO oder anderer Gesundheitsbehörden, da sie vom Körper selbst synthetisiert wird. Als Nahrungsergänzungsmittel gilt Glukuronsäure bei bestimmungsgemäßer Anwendung als gut verträglich. Bei hohen Dosen oder bestehenden Lebererkrankungen sollte die Einnahme jedoch mit einem Arzt abgesprochen werden.
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