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Das Harnblasenkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Harnblase. Es gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen der Harnwege und betrifft vor allem ältere Menschen.
Das Harnblasenkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Harnblase. Es gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen der Harnwege und betrifft vor allem ältere Menschen.
Das Harnblasenkarzinom (auch Blasenkrebs oder Blasenkarzinom genannt) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die von der Schleimhaut der Harnblase ausgeht. In den meisten Fällen handelt es sich um ein sogenanntes Urothelkarzinom (früher: Transitionalzellkarzinom), das aus den Urothel-Zellen entsteht, welche die innere Wand der Blase auskleiden. Seltener kommen Plattenepithelkarzinome oder Adenokarzinome vor. Das Harnblasenkarzinom zählt weltweit zu den zehn häufigsten Krebserkrankungen und tritt bei Männern deutlich häufiger auf als bei Frauen.
Die Entstehung eines Harnblasenkarzinoms ist auf verschiedene Risikofaktoren zurückzuführen:
Das häufigste und charakteristischste Symptom des Harnblasenkarzinoms ist die schmerzlose Blutbeimengung im Urin (Hämaturie). Diese kann sichtbar (makroskopische Hämaturie) oder nur unter dem Mikroskop nachweisbar sein (mikroskopische Hämaturie). Weitere mögliche Beschwerden sind:
Da die Hämaturie auch bei anderen Erkrankungen auftreten kann, ist eine sofortige ärztliche Abklärung wichtig.
Zur Diagnose des Harnblasenkarzinoms stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:
Das Harnblasenkarzinom wird nach der TNM-Klassifikation eingeteilt. Grundlegend unterscheidet man:
Bei der nicht-muskelinvasiven Form erfolgt zunächst eine transurethrale Resektion (TURBT) zur vollständigen Entfernung des sichtbaren Tumors. Anschließend wird je nach Risikogruppe eine intravesikale Therapie durchgeführt – das sind direkte Instillationen von Medikamenten in die Blase:
Bei muskelinvasiven Tumoren stehen folgende Therapieoptionen zur Verfügung:
Die Prognose hängt stark vom Stadium zum Zeitpunkt der Diagnose ab. Nicht-muskelinvasive Karzinome haben eine vergleichsweise gute Prognose, jedoch ist das Rückfallrisiko hoch (bis zu 70 % innerhalb von fünf Jahren), weshalb regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen mittels Zystoskopie essenziell sind. Muskelinvasive und metastasierte Formen weisen eine deutlich schlechtere 5-Jahres-Überlebensrate auf.
Da Rauchen der wichtigste Risikofaktor ist, stellt Nichtrauchen die wirksamste Präventionsmaßnahme dar. Auch die Reduktion beruflicher Exposition gegenüber krebserregenden Chemikalien ist bedeutsam. Bei wiederholter schmerzloser Hämaturie sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da eine frühzeitige Diagnose die Behandlungsmöglichkeiten und die Prognose erheblich verbessert.
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