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Die Hautmikrobiombalance beschreibt das Gleichgewicht der Mikroorganismen auf der Haut. Ein gesundes Mikrobiom schützt vor Infektionen und Hautkrankheiten.
Die Hautmikrobiombalance beschreibt das Gleichgewicht der Mikroorganismen auf der Haut. Ein gesundes Mikrobiom schützt vor Infektionen und Hautkrankheiten.
Die Hautmikrobiombalance bezeichnet das harmonische Gleichgewicht der Gemeinschaft von Mikroorganismen, die auf und in der menschlichen Haut leben. Dieses Ökosystem umfasst Bakterien, Pilze, Viren und Milben, die zusammen das Hautmikrobiom bilden. Ist dieses Gleichgewicht intakt, fungiert die Haut als effektive Schutzbarriere gegen Krankheitserreger und äußere Einflüsse. Eine gestörte Balance, auch als Dysbiose bezeichnet, kann hingegen zu verschiedenen Hauterkrankungen führen.
Das menschliche Hautmikrobiom besteht aus Hunderten verschiedener Mikroorganismenarten. Zu den häufigsten Bakteriengattungen gehören:
Die genaue Zusammensetzung variiert je nach Körperstelle, Alter, Geschlecht, Ernährung und Lebensstil.
Eine ausgeglichene Hautmikrobiombalance erfüllt mehrere wichtige Funktionen:
Verschiedene Faktoren können die natürliche Balance des Hautmikrobioms stören:
Eine Dysbiose des Hautmikrobioms wird mit einer Reihe von Erkrankungen in Verbindung gebracht:
Die Analyse des Hautmikrobioms erfolgt in der Regel über moderne molekularbiologische Methoden wie die 16S-rRNA-Sequenzierung oder Metagenomik. Diese Techniken erlauben eine detaillierte Identifikation der Mikroorganismengemeinschaft ohne klassische Kultur im Labor. In der klinischen Praxis werden zudem Hautabstriche und mikroskopische Untersuchungen eingesetzt, um bestimmte Erreger zu identifizieren.
Eine schonende, pH-neutrale bis leicht saure Reinigung unterstützt den natürlichen Säureschutzmantel der Haut. Produkte mit Präbiotika (z. B. Inulin, Fructooligosaccharide) oder Probiotika können dazu beitragen, nützliche Bakterien zu fördern und die mikrobielle Vielfalt zu erhalten.
Eine ballaststoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung unterstützt indirekt auch das Hautmikrobiom, da Darm- und Hautmikrobiom über die sogenannte Darm-Haut-Achse miteinander in Verbindung stehen. Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir oder Kimchi können die mikrobielle Gesundheit fördern.
Die Erforschung des Hautmikrobioms ist ein wachsendes Feld der Dermatologie und Mikrobiomforschung. Neue therapeutische Ansätze wie die Mikrobiomtransplantation und der gezielte Einsatz von Prä- und Probiotika in der Dermatologie zeigen vielversprechende Ergebnisse. Ziel ist es, die Hautmikrobiombalance gezielt zu modulieren, um chronische Hauterkrankungen besser behandeln oder sogar verhindern zu können.
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