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Der Hautturgor beschreibt die Spannkraft und Elastizität der Haut. Er gilt als klinisches Zeichen für den Flüssigkeitshaushalt des Körpers.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenDer Hautturgor beschreibt die Spannkraft und Elastizität der Haut. Er gilt als klinisches Zeichen für den Flüssigkeitshaushalt des Körpers.
Der Hautturgor bezeichnet die natürliche Spannkraft und Elastizität der Haut, die durch den Flüssigkeitsgehalt des Gewebes bestimmt wird. Ein normaler Hautturgor bedeutet, dass die Haut ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist und nach einer kurzen Dehnung sofort in ihre ursprüngliche Form zurückspringt. Ein verminderter Hautturgor hingegen kann ein wichtiges klinisches Warnsignal für eine Dehydration (Flüssigkeitsmangel) oder andere Erkrankungen sein.
Die Prüfung des Hautturgors ist eine einfache körperliche Untersuchungsmethode, die ohne Hilfsmittel durchgeführt werden kann. Ärztinnen und Ärzte nehmen dabei eine Hautfalte – häufig am Handrücken, am Unterarm oder am Bauch – zwischen Daumen und Zeigefinger, heben sie kurz an und lassen sie wieder los.
Ein reduzierter Hautturgor entsteht, wenn dem Körpergewebe zu wenig Flüssigkeit zur Verfügung steht. Mögliche Ursachen sind:
Es ist wichtig zu wissen, dass der Hautturgortest bestimmte Einschränkungen hat. Bei älteren Menschen ist der Turgor natürlicherweise vermindert, ohne dass eine Dehydration vorliegen muss. Dies liegt am altersbedingten Rückgang von Kollagen und Hyaluronsäure in der Haut. Ebenso kann Übergewicht die Beurteilung erschweren. Daher wird der Hautturgor stets in Kombination mit anderen klinischen Zeichen bewertet, wie z. B. trockenem Mund, verminderter Urinausscheidung oder niedrigem Blutdruck.
Der Hautturgor ist ein etablierter Bestandteil der klinischen Untersuchung und wird häufig eingesetzt, um den Hydrationsstatus eines Patienten rasch einzuschätzen. Besonders in der Notaufnahme, in der Kinderheilkunde und in der Geriatrie spielt er eine wichtige Rolle. Bei einem deutlich verminderten Hautturgor können weitere diagnostische Schritte erforderlich sein, wie Blutuntersuchungen (z. B. Elektrolyte, Hämatokrit) oder die Messung des Urinspezifischen Gewichts.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache: