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Die Helicobacter-pylori-Infektion ist eine bakterielle Magenerkrankung, die Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre verursachen kann. Sie ist weltweit verbreitet und gut behandelbar.
Die Helicobacter-pylori-Infektion ist eine bakterielle Magenerkrankung, die Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre verursachen kann. Sie ist weltweit verbreitet und gut behandelbar.
Die Helicobacter-pylori-Infektion ist eine Infektion der Magenschleimhaut durch das Bakterium Helicobacter pylori (kurz: H. pylori). Dieses spiralförmige Bakterium besiedelt die Schleimhaut des Magens und des Zwölffingerdarms und kann dort dauerhafte Entzündungen auslösen. Helicobacter pylori gilt als eine der häufigsten bakteriellen Infektionen weltweit – schätzungsweise ist etwa die Hälfte der Weltbevölkerung betroffen, wobei die Häufigkeit in Entwicklungsländern deutlich höher liegt als in Industrieländern.
Die genauen Übertragungswege von H. pylori sind noch nicht vollständig geklärt, jedoch geht man von folgenden Hauptwegen aus:
Die Infektion erfolgt häufig bereits im Kindesalter und kann über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte unbemerkt bestehen bleiben.
Viele Menschen mit einer H.-pylori-Infektion haben keine oder nur geringe Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, können diese umfassen:
In schweren Fällen kann die Infektion zu einem Magengeschwür (Ulcus ventriculi) oder einem Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) führen. Langfristig ist H. pylori auch mit einem erhöhten Risiko für Magenkrebs und bestimmte Formen von Magenlymphomen (MALT-Lymphome) assoziiert.
Zur Diagnose einer H.-pylori-Infektion stehen verschiedene Methoden zur Verfügung:
Die Standardtherapie der H.-pylori-Infektion ist die sogenannte Eradikationstherapie, bei der das Bakterium mithilfe einer Kombination aus Antibiotika und säurehemmenden Medikamenten dauerhaft aus dem Magen beseitigt wird.
Die am häufigsten eingesetzte Therapieform kombiniert:
Die Therapie dauert in der Regel 7 bis 14 Tage. Bei Therapieversagen oder Antibiotikaresistenz können alternative Kombinationen (z. B. Quadrupel-Therapie) eingesetzt werden.
Nach abgeschlossener Behandlung sollte eine Kontrolluntersuchung (z. B. Atemtest oder Stuhlantigentest) durchgeführt werden, um den Erfolg der Eradikation zu bestätigen. Diese Kontrolle sollte frühestens 4 Wochen nach Therapieende erfolgen.
Da es bislang keine zugelassene Impfung gegen H. pylori gibt, besteht die wichtigste Vorbeugung in der Einhaltung allgemeiner Hygieneregeln:
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