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Das Hepatitis-A-Virus (HAV) ist ein hochansteckender Erreger, der eine akute Leberentzündung verursacht. Die Übertragung erfolgt meist über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser.
Das Hepatitis-A-Virus (HAV) ist ein hochansteckender Erreger, der eine akute Leberentzündung verursacht. Die Übertragung erfolgt meist über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser.
Das Hepatitis-A-Virus (HAV) ist ein RNA-Virus aus der Familie der Picornaviridae und gehört zur Gattung Hepatovirus. Es ist der Erreger der Hepatitis A, einer akuten Entzündung der Leber. Im Gegensatz zu Hepatitis B oder C verläuft eine HAV-Infektion in der Regel nicht chronisch – die Erkrankung heilt bei den meisten Betroffenen vollständig aus. Das Virus ist weltweit verbreitet, besonders häufig tritt es in Regionen mit unzureichender Sanitärversorgung auf.
Das Hepatitis-A-Virus wird hauptsächlich fäkal-oral übertragen, das heißt durch den Mund über mit Viren verunreinigte Stoffe. Typische Übertragungswege sind:
Das Virus ist sehr widerstandsfähig und kann bei Zimmertemperatur über Monate auf Oberflächen überleben. Es wird durch Erhitzen auf über 85 °C sowie durch Chlorierung von Wasser inaktiviert.
Die Inkubationszeit beträgt etwa 15 bis 50 Tage (im Durchschnitt 28 Tage). Viele Infizierte – insbesondere Kinder unter 6 Jahren – entwickeln keine oder nur sehr milde Symptome. Bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung häufig symptomatischer:
Schwere Verläufe mit akutem Leberversagen sind selten, können aber vor allem bei älteren Personen oder Menschen mit Vorerkrankungen der Leber auftreten. Die Erkrankung dauert in der Regel 2 bis 6 Wochen.
Die Diagnose einer HAV-Infektion wird durch eine Blutuntersuchung gestellt. Dabei werden folgende Parameter bestimmt:
In besonderen Fällen kann auch ein direkter HAV-RNA-Nachweis (PCR-Test) durchgeführt werden.
Es gibt keine spezifische antivirale Therapie gegen das Hepatitis-A-Virus. Die Behandlung ist daher symptomatisch und supportiv:
Die meisten Patienten erholen sich vollständig. Eine lebenslange Immunität nach überstandener Infektion ist die Regel.
Die wirksamste Schutzmaßnahme gegen das Hepatitis-A-Virus ist die Schutzimpfung. Sie wird als Totimpfstoff verabreicht und bietet nach zwei Impfdosen einen langanhaltenden Schutz von mindestens 20 bis 25 Jahren, wahrscheinlich lebenslang. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung u. a. für:
Allgemeine Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen, der Konsum von abgekochtem Wasser in Risikoregionen und das Schälen von Obst und Gemüse tragen ebenfalls zur Vorbeugung bei.
In Deutschland unterliegt die Hepatitis-A-Erkrankung der namentlichen Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG). Sowohl der Krankheitsverdacht als auch der labordiagnostische Nachweis einer HAV-Infektion müssen dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.
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