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Herzfrequenzkontrolle bezeichnet die gezielte Regulierung der Herzschlagrate bei Herzrhythmusstörungen. Sie dient dazu, die Herzfrequenz in einen normalen Bereich zu bringen und Beschwerden zu lindern.
Herzfrequenzkontrolle bezeichnet die gezielte Regulierung der Herzschlagrate bei Herzrhythmusstörungen. Sie dient dazu, die Herzfrequenz in einen normalen Bereich zu bringen und Beschwerden zu lindern.
Die Herzfrequenzkontrolle (auch Frequenzkontrolle genannt) ist ein medizinisches Behandlungskonzept, bei dem die Herzschlagrate eines Patienten auf einen physiologisch normalen Bereich reguliert wird. Sie wird vor allem bei Herzrhythmusstörungen wie dem Vorhofflimmern eingesetzt, bei dem das Herz zu schnell, unregelmäßig oder ineffizient schlägt. Das Ziel ist es, die Herzfrequenz so zu verlangsamen oder zu stabilisieren, dass das Herz effizienter pumpen kann und Symptome wie Schwindel, Kurzatmigkeit oder Herzrasen reduziert werden.
Eine erhöhte oder unregelmäßige Herzfrequenz kann verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten gehören:
In der Kardiologie unterscheidet man grundsätzlich zwei Strategien beim Vorhofflimmern: die Frequenzkontrolle und die Rhythmuskontrolle. Bei der Frequenzkontrolle wird nicht versucht, den normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) wiederherzustellen, sondern lediglich die Herzfrequenz in einen akzeptablen Bereich zu bringen – in der Regel unter 110 Schläge pro Minute in Ruhe.
Die wichtigste Säule der Frequenzkontrolle ist die Pharmakotherapie. Folgende Medikamentenklassen werden eingesetzt:
In bestimmten Fällen kommen auch interventionelle oder elektrophysiologische Verfahren zur Anwendung:
Die Überwachung der Herzfrequenz ist ein zentraler Bestandteil der Therapie. Folgende diagnostische Methoden werden eingesetzt:
Gemäß den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) wird für die meisten Patienten mit Vorhofflimmern eine Ruheherzfrequenz von unter 110 Schlägen pro Minute als initiales Therapieziel empfohlen. Bei Patienten mit anhaltenden Symptomen oder Herzinsuffizienz kann ein strengeres Ziel von unter 80 Schlägen pro Minute angestrebt werden.
Die medikamentöse Frequenzkontrolle kann unerwünschte Wirkungen haben. Betablocker können beispielsweise Erschöpfung, Kältegefühl in den Gliedmaßen oder eine Verschlechterung einer Atemwegserkrankung verursachen. Kalziumkanalblocker können den Blutdruck zu stark senken. Eine engmaschige ärztliche Überwachung ist daher unerlässlich.
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