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Herzinsuffizienzmarker sind Laborwerte im Blut, die bei Herzschwäche erhöht sind. Sie helfen Ärzten, eine Herzinsuffizienz zu diagnostizieren und den Verlauf zu überwachen.
Herzinsuffizienzmarker sind Laborwerte im Blut, die bei Herzschwäche erhöht sind. Sie helfen Ärzten, eine Herzinsuffizienz zu diagnostizieren und den Verlauf zu überwachen.
Herzinsuffizienzmarker sind biologische Messgrößen – meist Proteine im Blut – die auf eine Belastung oder Schädigung des Herzens hinweisen. Sie werden freigesetzt, wenn das Herz unter erhöhtem Druck oder Stress steht, wie es bei einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) der Fall ist. Die Bestimmung dieser Marker im Blut ist ein wichtiger Bestandteil der kardiologischen Diagnostik.
BNP (Brain Natriuretic Peptide) wird hauptsächlich in den Herzmuskelzellen der Herzkammern gebildet und ins Blut abgegeben, wenn die Herzwand durch Drucküberladung gedehnt wird. Erhöhte BNP-Werte sind ein starker Hinweis auf eine bestehende Herzinsuffizienz. Der Normalwert liegt in der Regel unter 100 pg/ml; Werte über 400 pg/ml sprechen stark für eine Herzinsuffizienz.
NT-proBNP ist ein inaktives Spaltprodukt, das bei der Freisetzung von BNP entsteht. Es hat eine längere Halbwertszeit im Blut und ist daher besonders gut messbar. NT-proBNP gilt heute als einer der empfindlichsten und zuverlässigsten Marker für die Herzinsuffizienz. Die Grenzwerte variieren je nach Alter: Bei Personen unter 75 Jahren gilt ein Wert über 125 pg/ml als auffällig, bei älteren Patienten über 450 pg/ml.
MR-proANP (Mid-regional pro-atrial natriuretic peptide) ist ein weiterer natriuretischer Peptidmarker, der bei Vorhofdehnung freigesetzt wird. Er wird alternativ zu BNP und NT-proBNP eingesetzt und zeigt vergleichbare diagnostische Aussagekraft.
Obwohl Troponin (Troponin T und Troponin I) klassischerweise als Marker für den Herzinfarkt bekannt ist, kann es auch bei chronischer Herzinsuffizienz erhöht sein. Ein erhöhtes Troponin bei Herzinsuffizienz weist auf eine fortlaufende Schädigung der Herzmuskelzellen hin und ist mit einer schlechteren Prognose verbunden.
Galektin-3 und das lösliche ST2-Protein (sST2) sind neuere Biomarker, die Fibrosierungsprozesse (Narbenbildung) im Herzmuskel anzeigen. Sie liefern zusätzliche prognostische Informationen und können helfen, das Risiko für Krankenhauseinweisungen und Sterblichkeit bei Herzinsuffizienzpatienten einzuschätzen.
Herzinsuffizienzmarker werden in folgenden Situationen eingesetzt:
Verschiedene Faktoren können die Konzentration von Herzinsuffizienzmarkern im Blut beeinflussen:
Herzinsuffizienzmarker spielen in den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) eine zentrale Rolle. Ein normaler BNP- oder NT-proBNP-Wert macht eine Herzinsuffizienz als Ursache von Beschwerden wie Atemnot sehr unwahrscheinlich. Umgekehrt bestätigen deutlich erhöhte Werte den Verdacht und leiten weiterführende diagnostische Schritte (z.B. Echokardiographie) ein. Im Verlauf einer Behandlung kann das Sinken der Markerwerte auf ein gutes Ansprechen auf die Therapie hinweisen.
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