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Homöopolar beschreibt in der Chemie eine Bindung zwischen zwei gleichen Atomen ohne Ladungstrennung. In der Physik bezeichnet es Generatoren oder Motoren mit gleichmäßiger Polarität.
Homöopolar beschreibt in der Chemie eine Bindung zwischen zwei gleichen Atomen ohne Ladungstrennung. In der Physik bezeichnet es Generatoren oder Motoren mit gleichmäßiger Polarität.
Der Begriff homöopolar stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus homoios (gleich) und polos (Pol). Er wird in zwei wissenschaftlichen Disziplinen verwendet: in der Chemie zur Beschreibung einer bestimmten Art chemischer Bindung sowie in der Physik bzw. Elektrotechnik zur Beschreibung von Maschinen mit gleichmäßiger Polverteilung.
In der Chemie bezeichnet eine homöopolare Bindung (auch kovalente Bindung genannt) eine chemische Verbindung, bei der zwei Atome ein oder mehrere Elektronenpaare gemeinsam nutzen, ohne dass eine wesentliche elektrische Ladungstrennung entsteht. Dies ist typisch für Bindungen zwischen zwei identischen oder sehr ähnlichen Atomen.
Im Gegensatz zur heteropolaren (ionischen) Bindung, bei der Elektronen von einem Atom auf ein anderes übertragen werden und dabei positive und negative Ionen entstehen, bleiben bei der homöopolaren Bindung die Elektronen geteilt. Wasser (H₂O) beispielsweise besitzt eine polare kovalente Bindung, die zwischen homöopolar und heteropolar einzuordnen ist, da Sauerstoff eine deutlich höhere Elektronegativität als Wasserstoff aufweist.
In der Physik und Elektrotechnik bezeichnet homöopolar Maschinen oder Generatoren, bei denen jeder Punkt des rotierenden Leiters stets das gleiche magnetische Polfeld durchläuft. Der bekannteste Vertreter ist der homöopolare Generator (auch Faraday-Scheibe genannt), der 1831 von Michael Faraday entwickelt wurde.
Ein homöopolarer Generator erzeugt durch die Rotation einer leitenden Scheibe in einem Magnetfeld eine Gleichspannung. Da keine Polung wechselt, entsteht ein kontinuierlicher Gleichstrom ohne Kommutierung. Diese Maschinen werden für Anwendungen genutzt, die sehr hohe Ströme bei niedriger Spannung erfordern, zum Beispiel in der Elektrochemie oder bei bestimmten industriellen Prozessen.
Das Konzept des Homöopolaren ist grundlegend für das Verständnis chemischer Verbindungen und elektrischer Maschinen. In der Chemie bildet die homöopolare Bindung die Basis der organischen Chemie und des Verständnisses molekularer Strukturen. In der Physik hat das Prinzip des homöopolaren Generators historische Bedeutung als einer der ersten Gleichstromgeneratoren der Geschichte.
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