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Hormonyoga ist eine spezielle Yogaform, die gezielt den Hormonhaushalt von Frauen unterstützt. Übungen und Atemtechniken können Beschwerden in den Wechseljahren und bei PMS lindern.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenHormonyoga ist eine spezielle Yogaform, die gezielt den Hormonhaushalt von Frauen unterstützt. Übungen und Atemtechniken können Beschwerden in den Wechseljahren und bei PMS lindern.
Hormonyoga ist eine auf Frauen ausgerichtete Yogapraxis, die in den 1990er Jahren von der brasilianischen Psychologin Dinah Rodrigues entwickelt wurde. Sie kombiniert klassische Yogaposen (Asanas), spezielle Atemtechniken (Pranayama) sowie Elemente aus dem tibetischen Yoga, um gezielt die hormonproduzierenden Drüsen im Körper zu stimulieren. Ziel ist es, den Hormonhaushalt auf natürliche Weise zu regulieren und hormonbedingte Beschwerden zu lindern.
Das Konzept des Hormonyogas basiert auf der Annahme, dass bestimmte Yogaübungen in Kombination mit Atem- und Energielenkungstechniken die Durchblutung und Aktivität der endokrinen Drüsen anregen. Dazu gehören insbesondere:
Durch die Kombination von körperlicher Aktivierung und gezielter Atemarbeit soll das vegetative Nervensystem positiv beeinflusst und die hormonelle Balance verbessert werden. Zusätzlich wird die Energie im Körper durch sogenannte Bandhas (Energieverschlüsse) und Mudras (Handgesten) gelenkt.
Hormonyoga wird häufig zur Unterstützung folgender gesundheitlicher Anliegen eingesetzt:
Eine Hormonyoga-Einheit dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten und umfasst:
Einige kleinere klinische Studien, insbesondere von Dinah Rodrigues und brasilianischen Forschungsgruppen, zeigen positive Effekte des Hormonyogas auf den Östrogenspiegel und das Wohlbefinden von Frauen in den Wechseljahren. Eine Studie aus dem Jahr 2012, veröffentlicht im Journal of Alternative and Complementary Medicine, berichtete von einer signifikanten Erhöhung des Östrogenspiegels bei postmenopausalen Frauen nach regelmäßiger Hormonyoga-Praxis. Allerdings sind die bisher verfügbaren Studien oft klein und methodisch begrenzt, sodass weitere Forschung erforderlich ist, um eindeutige Wirksamkeitsnachweise zu erbringen.
Hormonyoga gilt allgemein als sicher für gesunde Frauen. Folgende Personengruppen sollten jedoch vor der Praxis ärztlichen Rat einholen:
Es wird empfohlen, Hormonyoga bei einem zertifizierten Kursleiter zu erlernen, um eine korrekte Ausführung der Übungen sicherzustellen.