-
DE
Hüftimpingement ist eine Erkrankung, bei der Knochen im Hüftgelenk aneinander reiben und Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen verursachen.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenHüftimpingement ist eine Erkrankung, bei der Knochen im Hüftgelenk aneinander reiben und Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen verursachen.
Das Hüftimpingement (medizinisch: Femoroazetabuläres Impingement, kurz FAI) ist eine häufige Erkrankung des Hüftgelenks. Dabei kommt es zu einem krankhaften Kontakt zwischen dem Oberschenkelknochen (Femur) und der Hüftpfanne (Azetabulum). Dieser wiederholte mechanische Konflikt führt zu Schäden am Knorpel und an der Gelenklippe (Labrum acetabuli) und kann langfristig zu Arthrose führen.
Ein Hüftimpingement entsteht durch Formveränderungen am Hüftgelenk. Diese können angeboren oder erworben sein. Man unterscheidet drei Haupttypen:
Zu den begünstigenden Faktoren zählen intensiver Sport im Jugendalter, bestimmte Berufe mit häufigem Hücken oder Beugen sowie genetische Veranlagung.
Die typischen Beschwerden eines Hüftimpingements umfassen:
Die Beschwerden beginnen oft schleichend und verstärken sich mit der Zeit.
Die Diagnose des Hüftimpingements erfolgt durch eine Kombination aus:
Bei leichten bis mäßigen Beschwerden wird zunächst eine konservative Behandlung empfohlen:
Wenn die konservative Therapie keine ausreichende Linderung bringt oder bereits deutliche Schäden am Knorpel oder Labrum vorliegen, ist ein operativer Eingriff notwendig. Der Goldstandard ist die Hüftarthroskopie (Gelenkspiegelung):
In schweren Fällen kann eine offene Operation oder ein Hüftgelenkersatz (Totalendoprothese) notwendig werden.
Bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung ist die Prognose in der Regel gut. Viele Patienten können nach erfolgreicher Therapie wieder sportlich aktiv werden. Ohne Behandlung besteht das Risiko einer fortschreitenden Knorpelschädigung und der Entwicklung einer Hüftarthrose. Regelmäßige kräftigende Übungen für die Hüftmuskulatur und das Vermeiden von Überlastung können das Risiko verringern.