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Hypersplenismus bezeichnet eine übermäßige Aktivität der Milz, die zum verstärkten Abbau von Blutzellen führt und Blutarmut, Blutungsneigung oder Infektanfälligkeit verursachen kann.
Hypersplenismus bezeichnet eine übermäßige Aktivität der Milz, die zum verstärkten Abbau von Blutzellen führt und Blutarmut, Blutungsneigung oder Infektanfälligkeit verursachen kann.
Hypersplenismus ist ein medizinischer Begriff für eine überaktive Milz, die vermehrt Blutzellen abbaut. Die Milz ist ein Organ im linken Oberbauch, das normalerweise alte oder beschädigte Blutzellen filtert und das Immunsystem unterstützt. Beim Hypersplenismus übernimmt die Milz diese Funktion jedoch in einem übermäßigen Ausmaß, sodass auch gesunde Blutzellen vorzeitig aus dem Kreislauf entfernt werden. Dies führt zu einem Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie), weißen Blutkörperchen (Leukopenie) und Blutplättchen (Thrombozytopenie).
Hypersplenismus ist in der Regel keine eigenständige Erkrankung, sondern eine Folge anderer Grunderkrankungen. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
Die Beschwerden beim Hypersplenismus entstehen überwiegend durch den Mangel an Blutzellen und eine vergrößerte Milz:
Die Diagnose eines Hypersplenismus erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Labordiagnostik und bildgebenden Verfahren:
Die Behandlung des Hypersplenismus richtet sich primär nach der zugrundeliegenden Ursache:
Im Vordergrund steht stets die Therapie der auslösenden Erkrankung. Bei portaler Hypertension infolge einer Leberzirrhose können beispielsweise Betablocker oder endoskopische Eingriffe den Blutdruck in der Pfortader senken und damit die Milzüberfunktion verringern.
Je nach Ursache können Medikamente wie Kortikosteroide bei Autoimmunerkrankungen oder spezifische Therapien bei Infektionskrankheiten eingesetzt werden.
In schweren Fällen, bei denen die konservative Therapie nicht ausreicht, kann eine Splenektomie (operative Entfernung der Milz) erwogen werden. Nach einer Splenektomie besteht jedoch ein erhöhtes Risiko für schwere Infektionen, weshalb Schutzimpfungen (z. B. gegen Pneumokokken, Meningokokken und Haemophilus influenzae) vor dem Eingriff empfohlen werden.
Als weniger invasive Alternative zur Splenektomie kann eine teilweise Embolisation der Milzarterien durchgeführt werden, um die Milzfunktion zu reduzieren.
Die Prognose beim Hypersplenismus hängt stark von der Grunderkrankung ab. Wird die Ursache erfolgreich behandelt, kann sich die Milzfunktion normalisieren. Bei chronischen Erkrankungen wie Leberzirrhose ist ein dauerhaftes Management erforderlich.
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