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Die Immunzellsubpopulationsanalyse ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem verschiedene Untergruppen von Immunzellen im Blut bestimmt und ausgewertet werden. Sie liefert wichtige Hinweise auf Immundefekte, Autoimmunerkrankungen und Infektionen.
Die Immunzellsubpopulationsanalyse ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem verschiedene Untergruppen von Immunzellen im Blut bestimmt und ausgewertet werden. Sie liefert wichtige Hinweise auf Immundefekte, Autoimmunerkrankungen und Infektionen.
Die Immunzellsubpopulationsanalyse ist ein labordiagnostisches Verfahren, das die genaue Zusammensetzung der verschiedenen Untergruppen (Subpopulationen) von Immunzellen im Blut eines Patienten untersucht. Dabei werden einzelne Zelltypen des Immunsystems quantitativ erfasst und bewertet. Dieses Verfahren ermöglicht Rückschlüsse auf die Funktion und den Zustand des Immunsystems und ist ein wichtiges Werkzeug in der Immunologie und Infektiologie.
Die Analyse erfolgt in der Regel mithilfe der Durchflusszytometrie (engl. Flow Cytometry). Bei diesem Verfahren werden Blutzellen mit fluoreszenzmarkierten Antikörpern gefärbt, die spezifisch an bestimmte Oberflächenmoleküle (sogenannte CD-Marker, z. B. CD3, CD4, CD8, CD19, CD56) der Immunzellen binden. Anschließend passieren die Zellen einzeln einen Laserstrahl, wodurch ihre Eigenschaften gemessen und die verschiedenen Subpopulationen identifiziert und gezählt werden können.
Typischerweise werden folgende Subpopulationen bestimmt:
Die Immunzellsubpopulationsanalyse wird bei einer Vielzahl von klinischen Fragestellungen eingesetzt:
Für die Untersuchung wird dem Patienten eine Blutprobe (in der Regel EDTA-Blut) entnommen. Diese Probe wird zeitnah im Labor aufbereitet und analysiert. Spezielle Vorbereitung ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Die Ergebnisse werden als absolute Zellzahlen (Zellen pro Mikroliter Blut) sowie als prozentuale Anteile der jeweiligen Subpopulation angegeben. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgt stets im klinischen Kontext durch einen Facharzt, da die Referenzwerte je nach Alter und Geschlecht variieren können.
Durch die Bestimmung des CD4/CD8-Quotienten lässt sich beispielsweise beurteilen, ob das Gleichgewicht zwischen helfenden und zytotoxischen T-Zellen verändert ist. Ein erhöhter Quotient kann auf eine Autoimmunerkrankung oder bestimmte Infektionen hinweisen, ein erniedrigter auf eine HIV-Infektion oder andere sekundäre Immundefekte. Die Analyse ergänzt klassische Blutbilduntersuchungen und bietet eine deutlich höhere Detailgenauigkeit bei der Beurteilung des Immunstatus.
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