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Eine Impfkampagne ist eine organisierte Maßnahme im öffentlichen Gesundheitswesen, die möglichst viele Menschen zur Schutzimpfung motivieren soll.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenEine Impfkampagne ist eine organisierte Maßnahme im öffentlichen Gesundheitswesen, die möglichst viele Menschen zur Schutzimpfung motivieren soll.
Eine Impfkampagne ist ein geplantes, koordiniertes Programm im Bereich der öffentlichen Gesundheit (Public Health), das darauf abzielt, einen großen Teil der Bevölkerung über einen bestimmten Zeitraum hinweg gegen eine oder mehrere Infektionskrankheiten zu impfen. Solche Kampagnen werden von Gesundheitsbehörden, Regierungen, internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder dem Robert Koch-Institut (RKI) sowie von niedergelassenen Ärzten gemeinsam organisiert und durchgeführt.
Ziel ist es, durch eine hohe Impfquote in der Bevölkerung eine sogenannte Herdenimmunität (kollektiver Schutz) zu erreichen, die auch nicht geimpfte oder nicht impfbare Personen vor der Krankheit schützt.
Impfkampagnen verfolgen unterschiedliche öffentliche Gesundheitsziele:
Eine erfolgreiche Impfkampagne besteht aus mehreren Komponenten:
Zunächst wird festgelegt, welche Bevölkerungsgruppen priorisiert werden sollen, z. B. ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere oder Berufsgruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko (wie medizinisches Personal).
Durch Informationsmaterialien, Medienkampagnen, soziale Netzwerke und Ärztegespäche werden Bürgerinnen und Bürger über den Nutzen der Impfung, mögliche Nebenwirkungen und verfügbare Impfstoffe informiert. Transparente Kommunikation ist entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und Impfskepsis (sogenannte Impfzögerlichkeit) zu reduzieren.
Für eine flächendeckende Impfkampagne sind Impfzentren, mobile Impfteams, Arztpraxen, Apotheken und ausreichend Impfstoffkapazitäten erforderlich. Die kühle Lagerung (sogenannte Kühlkette) vieler Impfstoffe stellt dabei eine besondere logistische Anforderung dar.
Begleitend werden Impfquoten erfasst, unerwünschte Nebenwirkungen dokumentiert und der Kampagnenerfolg wissenschaftlich bewertet. In Deutschland übernimmt das RKI diese Überwachung; auf europäischer Ebene ist das ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) zuständig.
Impfkampagnen stehen häufig vor gesellschaftlichen und logistischen Herausforderungen:
Historisch und aktuell bekannte Impfkampagnen umfassen unter anderem:
Impfkampagnen gelten als eine der kosteneffektivsten Maßnahmen im Bereich der Präventivmedizin. Sie schützen nicht nur den Einzelnen, sondern tragen wesentlich zur Gesundheit der gesamten Gesellschaft bei, indem sie die Verbreitung von Krankheitserregern einschränken und das Gesundheitssystem entlasten. Laut WHO werden durch Impfungen weltweit jährlich zwischen 2 und 3 Millionen Todesfälle verhindert.