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Die Infundibulotomie ist ein chirurgischer Eingriff an der Nasennebenhöhle, bei dem ein enger Abflusskanal erweitert wird, um die Belüftung und den Sekretabfluss zu verbessern.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenDie Infundibulotomie ist ein chirurgischer Eingriff an der Nasennebenhöhle, bei dem ein enger Abflusskanal erweitert wird, um die Belüftung und den Sekretabfluss zu verbessern.
Die Infundibulotomie ist ein minimal-invasiver chirurgischer Eingriff im Bereich der Nase und der Nasennebenhöhlen. Ziel des Eingriffs ist die Erweiterung des sogenannten Infundibulum ethmoidale – eines trichterförmigen Abflusskanals im mittleren Nasengang, über den die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) und teilweise auch die Stirnhöhle ihr Sekret in die Nasenhaupthöhle ableiten. Der Eingriff gehört zur Gruppe der funktionellen endoskopischen Nasennebenhöhlenoperationen (FESS – Functional Endoscopic Sinus Surgery) und wird in der Regel mit einem dünnen optischen Instrument, dem Endoskop, durchgeführt.
Der Eingriff wird empfohlen, wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten – etwa mit Nasensprays, Antibiotika oder abschwellenden Mitteln – nicht ausreichend wirksam sind. Typische Indikationen umfassen:
Die Infundibulotomie wird üblicherweise unter Vollnarkose oder in manchen Fällen unter lokaler Betäubung mit Sedierung durchgeführt. Mit Hilfe eines Endoskops, das durch das Nasenloch eingeführt wird, kann der Operateur das Infundibulum ethmoidale direkt einsehen. Anschließend werden mit speziellen Instrumenten das Hakenbäinchen (Processus uncinatus) und gegebenenfalls weiteres entzündetes oder verdicktes Gewebe entfernt. Dadurch wird der Abflussweg der Kieferhöhle geräumiger und kann seine natürliche Funktion wieder aufnehmen.
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Infundibulotomie gewisse Risiken. Diese sind jedoch bei erfahrenen Operateur:innen und korrekter Indikationsstellung in der Regel gering:
Nach dem Eingriff ist eine regelmäßige Nachsorge beim HNO-Arzt oder der HNO-Ärztin wichtig. In der ersten Zeit nach der Operation können Nasenspülungen mit physiologischer Kochsalzlösung sowie abschwellende Nasentropfen eingesetzt werden, um die Wundheilung zu fördern und Verkrustungen zu lösen. Die vollständige Heilung dauert in der Regel mehrere Wochen. Bei korrekter Indikationsstellung und guter Nachsorge zeigen die meisten Patient:innen eine deutliche Verbesserung der Nasenatmung sowie der Beschwerden durch die Nasennebenhöhlenentzündung.