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Inositol ist eine vitaminähnliche Substanz, die natürlich im Körper vorkommt und eine wichtige Rolle bei Zellsignalübertragung, Stoffwechsel und hormonellem Gleichgewicht spielt.
Inositol ist eine vitaminähnliche Substanz, die natürlich im Körper vorkommt und eine wichtige Rolle bei Zellsignalübertragung, Stoffwechsel und hormonellem Gleichgewicht spielt.
Inositol (auch bekannt als Inosit oder myo-Inositol) ist eine natürlich vorkommende, zuckerähnliche Verbindung, die chemisch zur Gruppe der Cyclohexanpolyole gehört. Obwohl Inositol häufig als Vitamin B8 bezeichnet wird, handelt es sich streng genommen nicht um ein Vitamin, da der menschliche Körper es selbst aus Glukose synthetisieren kann. Inositol kommt in neun verschiedenen Stereoisomeren vor, wobei myo-Inositol die biologisch bedeutsamste und am häufigsten in der Natur vorkommende Form ist.
Inositol ist Bestandteil von Zellmembranen, wo es als Phosphatidylinositol an der Signalübertragung innerhalb der Zellen beteiligt ist. Es beeinflusst eine Vielzahl von Körperfunktionen, darunter den Insulinstoffwechsel, die Hormonregulation und das zentrale Nervensystem.
Inositol ist in vielen Lebensmitteln enthalten, insbesondere in:
Darüber hinaus kann der Körper Inositol aus der Aminosäure Glukose eigenständig herstellen. Die tägliche Aufnahme durch die Nahrung beträgt typischerweise 500–1000 mg.
Inositol entfaltet seine Wirkung auf mehreren biochemischen Ebenen:
Eines der am besten untersuchten Einsatzgebiete von Inositol ist das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS). Klinische Studien zeigen, dass die Kombination aus myo-Inositol und D-chiro-Inositol (im Verhältnis 40:1) die Insulinresistenz reduziert, den Menstruationszyklus reguliert, die Eizellqualität verbessert und die Fruchtbarkeit unterstützt. Die Europäische Gesellschaft für Humanreproduktion und Embryologie (ESHRE) und die Europäische Gesellschaft für Endokrinologie (ESE) erwähnen Inositol in ihren Leitlinien als ergänzende Therapieoption bei PCOS.
Inositol wurde in klinischen Studien bei verschiedenen psychischen Erkrankungen untersucht, darunter:
Inositol kann bei Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes und dem metabolischen Syndrom unterstützend wirken, indem es die Insulinsensitivität der Körperzellen verbessert und den Blutzucker sowie die Blutfettwerte positiv beeinflusst.
Studien belegen, dass die Einnahme von myo-Inositol in der Frühschwangerschaft das Risiko eines Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) bei Frauen mit erhöhtem Risiko reduzieren kann.
Die therapeutisch eingesetzten Dosierungen von Inositol variieren je nach Anwendungsgebiet:
Die Einnahme erfolgt meist in Pulverform, aufgelöst in Wasser, oder als Kapsel. Eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme wird empfohlen, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme.
Inositol gilt allgemein als gut verträglich. Bei höheren Dosen können gelegentlich folgende Nebenwirkungen auftreten:
Diese Nebenwirkungen sind in der Regel mild und vorübergehend. Zur Sicherheit in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte eine ärztliche Beratung eingeholt werden.
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