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Ivermectin ist ein antiparasitäres Medikament, das zur Behandlung von Wurm- und Parasiteninfektionen eingesetzt wird. Es wirkt gegen eine Vielzahl von Parasiten beim Menschen und bei Tieren.
Ivermectin ist ein antiparasitäres Medikament, das zur Behandlung von Wurm- und Parasiteninfektionen eingesetzt wird. Es wirkt gegen eine Vielzahl von Parasiten beim Menschen und bei Tieren.
Ivermectin ist ein antiparasitäres Arzneimittel, das zur Gruppe der makrozyklischen Laktone gehört. Es wurde in den 1970er Jahren entdeckt und ist heute eines der meistgenutzten Antiparasitika weltweit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt Ivermectin auf ihrer Liste der essenziellen Arzneimittel. Es wird sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin eingesetzt.
In der Humanmedizin ist Ivermectin für folgende Erkrankungen zugelassen:
Ivermectin wirkt, indem es selektiv an Glutamat-gesteuerte Chloridionenkanäle in den Nervenzellen und Muskelzellen von Parasiten bindet. Dies führt zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Zellmembran für Chloridionen, was eine Hyperpolarisation der Nervenzellen bewirkt. Die Folge ist eine Lähmung und anschließend der Tod des Parasiten. Da diese spezifischen Ionenkanäle beim Menschen nicht in dieser Form vorhanden sind, ist Ivermectin bei korrekter Dosierung für den Menschen gut verträglich.
Ivermectin wird in der Regel als orale Tablette eingenommen. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht des Patienten und der zu behandelnden Erkrankung. Üblicherweise wird eine Einzeldosis von 150–200 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht. Bei einigen Erkrankungen wie Skabies oder Strongyloidiasis können wiederholte Gaben erforderlich sein. Die Einnahme sollte auf nüchternen Magen oder mit Wasser erfolgen, um die Absorption zu optimieren.
Ivermectin wird im Allgemeinen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Während der COVID-19-Pandemie wurde Ivermectin kontrovers als mögliche Behandlungsoption diskutiert. Die WHO, die EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) und die FDA empfehlen die Verwendung von Ivermectin gegen COVID-19 ausdrücklich nicht, da klinische Studien keinen ausreichenden Beweis für eine Wirksamkeit gegen das SARS-CoV-2-Virus liefern konnten. Die eigenständige Einnahme ohne ärztliche Verschreibung ist nicht empfohlen.
Ivermectin sollte nicht angewendet werden bei:
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit einer Loa-loa-Infektion (afrikanische Augenwurm-Erkrankung), da Ivermectin bei hoher Parasitenlast zu schweren neurologischen Komplikationen führen kann.
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