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Das Jackson-Syndrom ist ein seltenes neurologisches Syndrom durch eine Schädigung im verlängerten Mark, das halbseitige Hirnnervenausfälle verursacht.
Das Jackson-Syndrom ist ein seltenes neurologisches Syndrom durch eine Schädigung im verlängerten Mark, das halbseitige Hirnnervenausfälle verursacht.
Das Jackson-Syndrom ist ein seltenes alternierendes Hirnnervensyndrom, das durch eine einseitige Schädigung im Bereich des verlängerten Marks (Medulla oblongata) entsteht. Es wurde nach dem britischen Neurologen John Hughlings Jackson benannt, der das Krankheitsbild erstmals im 19. Jahrhundert beschrieb. Das Syndrom ist durch den gleichzeitigen Ausfall der Hirnnerven IX (Glossopharyngeus), X (Vagus), XI (Accessorius) und XII (Hypoglossus) auf der Seite der Läsion sowie durch eine gegenüberliegende (kontralaterale) Hemiparese oder Hemiplegie des Körpers gekennzeichnet.
Das Jackson-Syndrom entsteht durch eine Schädigung der entsprechenden Kerngebiete oder Faserbahnen im unteren Abschnitt des Hirnstamms. Häufige Ursachen sind:
Das klinische Bild des Jackson-Syndroms ist durch eine charakteristische Kombination ipsilateraler (gleichseitiger) Hirnnervenausfälle und kontralateraler motorischer Ausfälle geprägt:
Die Diagnose des Jackson-Syndroms basiert auf der klinisch-neurologischen Untersuchung sowie bildgebenden Verfahren:
Die Therapie des Jackson-Syndroms richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache:
Das Jackson-Syndrom gehört zur Gruppe der alternierenden Hirnnervenlähmungen, bei denen ipsilaterale Hirnnervenausfälle mit kontralateralen motorischen Defiziten kombiniert sind. Es ist von ähnlichen Syndromen abzugrenzen, die andere Hirnstammabschnitte betreffen, wie dem Wallenberg-Syndrom (dorsolaterales Medullasyndrom), dem Millard-Gubler-Syndrom (Pons-Ebene) oder dem Weber-Syndrom (Mittelhirn-Ebene).
Die Prognose des Jackson-Syndroms hängt stark von der Ursache, dem Ausmaß der Schädigung und dem Zeitpunkt des Behandlungsbeginns ab. Bei frühzeitiger Therapie und konsequenter neurologischer Rehabilitation können sich Funktionen teilweise erholen. Schwere Schluckstörungen können eine vorübergehende oder dauerhafte Ernährung über eine Magensonde (PEG-Sonde) erforderlich machen.
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