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Die Jejunoskopie ist eine endoskopische Untersuchung des Jejunums (Leerdarms), einem Abschnitt des Dünndarms. Sie dient der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen im mittleren Dünndarm.
Die Jejunoskopie ist eine endoskopische Untersuchung des Jejunums (Leerdarms), einem Abschnitt des Dünndarms. Sie dient der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen im mittleren Dünndarm.
Die Jejunoskopie ist ein endoskopisches Untersuchungsverfahren, bei dem ein flexibles Endoskop in das Jejunum (Leerdarm) eingeführt wird. Das Jejunum ist der mittlere Abschnitt des Dünndarms und liegt zwischen dem Zwölffingerdarm (Duodenum) und dem Krummdarm (Ileum). Es hat eine Länge von etwa 2 bis 2,5 Metern und ist für die Aufnahme von Nährstoffen, insbesondere von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten, zuständig. Da dieser Darmabschnitt mit herkömmlichen Magenspiegelungen oder Darmspiegelungen nur schwer erreichbar ist, erfordert die Untersuchung des Jejunums spezialisierte endoskopische Techniken.
Die Jejunoskopie wird eingesetzt, wenn Erkrankungen oder Beschwerden im Bereich des mittleren Dünndarms vorliegen oder vermutet werden. Typische Indikationen sind:
Die Jejunoskopie wird in der Regel unter Sedierung (leichter Betäubung) oder Vollnarkose durchgeführt, um den Komfort des Patienten sicherzustellen. Es gibt verschiedene Methoden, das Jejunum endoskopisch zu untersuchen:
Beim klassischen Verfahren der Push-Enteroskopie wird ein langes, flexibles Endoskop (sogenanntes Enteroskop) durch den Mund und den Magen in den Dünndarm vorgeschoben. Damit können die oberen Abschnitte des Jejunums eingesehen und behandelt werden. Die Eindringtiefe ist jedoch begrenzt.
Die Doppelballon-Enteroskopie ist ein moderneres Verfahren, bei dem zwei aufblasbare Ballons am Endoskop und an einem Aufsatz (Overtube) verwendet werden. Durch abwechselndes Auf- und Abblasen der Ballons wird der Dünndarm kontrolliert vorgeschoben. Dies erlaubt eine deutlich tiefere Untersuchung des Jejunums und des restlichen Dünndarms.
Bei der Einzelballon-Enteroskopie wird nur ein Ballon am Overtube verwendet. Das Verfahren ist technisch einfacher als die Doppelballon-Methode, ermöglicht aber ebenfalls eine tiefe Untersuchung des Dünndarms.
Die Kapselendoskopie ist keine Jejunoskopie im engeren Sinne, wird aber häufig ergänzend eingesetzt. Der Patient schluckt eine kleine Kamerakapsel, die während ihrer Passage durch den Verdauungstrakt Bilder aufnimmt. Sie ermöglicht jedoch keine Gewebeentnahme oder therapeutische Eingriffe.
Vor der Jejunoskopie ist eine gründliche Vorbereitung notwendig:
Die Jejunoskopie ist insgesamt ein sicheres Verfahren, jedoch können wie bei allen endoskopischen Eingriffen Komplikationen auftreten:
Nach der Jejunoskopie wird der Patient zunächst im Aufwachraum überwacht, bis die Wirkung des Beruhigungs- oder Narkosemittels vollständig abgeklungen ist. Leichte Blähungen oder ein Druckgefühl im Bauch sind normal und legen sich in der Regel innerhalb weniger Stunden. Der behandelnde Arzt bespricht die Ergebnisse der Untersuchung sowie gegebenenfalls weitere diagnostische oder therapeutische Schritte.
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