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Der Jejunumschleimhautschutz bezeichnet Mechanismen und Maßnahmen, die die Schleimhaut des Jejunums vor Schäden schützen und ihre Integrität erhalten.
Der Jejunumschleimhautschutz bezeichnet Mechanismen und Maßnahmen, die die Schleimhaut des Jejunums vor Schäden schützen und ihre Integrität erhalten.
Der Jejunumschleimhautschutz umfasst alle biologischen, physiologischen und therapeutischen Mechanismen, die die Schleimhaut des Jejunums – des mittleren Abschnitts des Dünndarms – vor Schäden schützen und ihre strukturelle sowie funktionelle Integrität sicherstellen. Das Jejunum ist ein zentrales Organ der Nährstoffaufnahme und stellt daher ein besonders schützenswertes Gewebe im Verdauungstrakt dar.
Das Jejunum ist der mittlere der drei Abschnitte des Dünndarms und liegt zwischen dem Duodenum (Zwölffingerdarm) und dem Ileum (Krummdarm). Es ist für die Aufnahme eines Großteils der Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe verantwortlich. Die Schleimhaut des Jejunums ist durch zahlreiche Zotten (Villi) und Mikrovilli (Bürstensaum) stark vergrößert, was eine effiziente Resorption ermöglicht.
Die oberste Schutzschicht bildet der Mukusfilm aus Schleimstoffen (Muzinen), der die Epithelzellen vor mechanischen und chemischen Einflüssen abschirmt. Darunter liegen dicht verbundene Epithelzellen, die durch sogenannte Tight Junctions (enge Zellverbindungen) zusammengehalten werden und das Eindringen von Schadstoffen, Krankheitserregern und unverdauten Substanzen verhindern.
Im Jejunum befinden sich zahlreiche Immunzellen, insbesondere Immunglobulin-A-produzierende Plasmazellen und intraepitheliare Lymphozyten, die eine lokale Immunabwehr gewährleisten. Diese Zellen erkennen und bekämpfen Pathogene, bevor diese die Schleimhaut schädigen können.
Die Epithelzellen der Jejunumschleimhaut werden regelmäßig erneuert. Stammzellen in den Lieberkühn-Krypten produzieren kontinuierlich neue Zellen, die beschädigte oder abgestorbene Zellen ersetzen. Dieser Erneuerungszyklus dauert in der Regel drei bis fünf Tage.
Eine ausreichende Durchblutung der Jejunumschleimhaut ist essenziell für die Versorgung der Epithelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie für die Entsorgung von Stoffwechselprodukten. Eine gestörte Mikrozirkulation – etwa bei Schock oder Ischämie – kann zu rascher Schleimhautschädigung führen.
Verschiedene Faktoren können den Schleimhautschutz des Jejunums beeinträchtigen:
Wenn die Schleimhaut des Jejunums geschädigt ist, können folgende Beschwerden auftreten:
Zur Beurteilung des Zustands der Jejunumschleimhaut stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung:
Eine ausgewogene, reizarme Ernährung mit ausreichend Proteinen, Vitaminen (insbesondere Vitamin A, C und Zink) fördert die Regeneration der Jejunumschleimhaut. Bei Zöliakie ist eine konsequente glutenfreie Ernährung die wichtigste therapeutische Maßnahme.
Je nach Grunderkrankung kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz:
Bei schwerer Schleimhautschädigung kann eine vorübergehende enterale Ernährung (über eine Sonde) oder sogar parenterale Ernährung (intravenös) notwendig sein, um die Schleimhaut zu entlasten und gleichzeitig die Nährstoffversorgung sicherzustellen.
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