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Die Jejunumsonographie ist eine Ultraschalluntersuchung des Jejunums, des mittleren Abschnitts des Dünndarms. Sie dient der Beurteilung von Darmwand, Motilität und krankhaften Veränderungen.
Die Jejunumsonographie ist eine Ultraschalluntersuchung des Jejunums, des mittleren Abschnitts des Dünndarms. Sie dient der Beurteilung von Darmwand, Motilität und krankhaften Veränderungen.
Die Jejunumsonographie ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem der mittlere Abschnitt des Dünndarms – das Jejunum – mithilfe von Ultraschallwellen untersucht wird. Das Jejunum erstreckt sich vom Zwölffingerdarm (Duodenum) bis zum Ileum und ist für die Resorption von Nährstoffen aus der Nahrung entscheidend. Die Sonographie (Ultraschall) ermöglicht eine strahlungsfreie, nicht-invasive Darstellung dieses Darmabschnitts in Echtzeit.
Bei der Jejunumsonographie wird ein Schallkopf (Transducer) auf die Bauchdecke des Patienten aufgesetzt. Hochfrequente Schallwellen durchdringen das Gewebe und werden an Grenzflächen unterschiedlicher Dichte reflektiert. Das entstehende Echomuster wird in ein Bild umgewandelt, das auf einem Monitor sichtbar ist. Der Untersucher kann dabei die Darmwanddicke, die Schichtung der Darmwand, die Peristaltik (Darmbewegung) sowie mögliche Flüssigkeitsansammlungen oder Raumforderungen beurteilen.
In vielen Fällen ist eine Nüchternheit von mehreren Stunden vor der Untersuchung empfehlenswert, um Gasüberlagerungen durch Nahrungsreste zu reduzieren. Manchmal wird auch eine orale Kontrastmittelgabe (z. B. Wasser oder spezielle Sonographiegel) eingesetzt, um das Jejunumlumen besser darzustellen. Diese Variante wird als kontrastverstärkte Darmsonographie oder Hydro-Sonographie bezeichnet.
Die Jejunumsonographie kommt bei verschiedenen klinischen Fragestellungen zum Einsatz:
Die Sonographie des Jejunums bietet gegenüber anderen bildgebenden Verfahren mehrere Vorteile:
Die Aussagekraft der Jejunumsonographie kann durch Darmgasüberlagerungen, Adipositas oder eine unzureichende Vorbereitung eingeschränkt sein. Bei tiefliegenden oder stark gasüberlagerten Darmabschnitten sind ergänzende Untersuchungen wie MRT-Sellink (Magnetresonanz-Enterographie), CT-Enterographie oder eine Kapselendoskopie sinnvoll. Die Untersuchungsqualität hängt zudem stark von der Erfahrung des Untersuchers ab.
In der Gastroenterologie ist die Jejunumsonographie ein wertvolles Werkzeug zur Verlaufskontrolle chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Insbesondere bei Morbus Crohn, der häufig das Jejunum und das terminale Ileum befällt, ermöglicht die Sonographie eine regelmäßige, strahlungsfreie Überwachung des Therapieansprechens. Auch in der Pädiatrie wird die Methode bevorzugt eingesetzt, da Kinder besonders strahlungssensibel sind.
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