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Die Jejunumtransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem ein Teil des Leerdarms (Jejunum) transplantiert wird, um schwere Darmerkrankungen zu behandeln.
Die Jejunumtransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem ein Teil des Leerdarms (Jejunum) transplantiert wird, um schwere Darmerkrankungen zu behandeln.
Die Jejunumtransplantation bezeichnet die operative Verpflanzung des Jejunums – des mittleren Abschnitts des Dünndarms, auch Leerdarm genannt – von einem Spender auf einen Empfänger. Sie ist eine spezialisierte Form der Dünndarmtransplantation und kommt zum Einsatz, wenn der eigene Dünndarm so stark geschädigt ist, dass eine ausreichende Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist. Der Eingriff erfolgt meist im Rahmen einer umfassenderen intestinalen Transplantation, kann aber auch isoliert oder in Kombination mit anderen Organen durchgeführt werden.
Eine Jejunumtransplantation wird in der Regel dann in Betracht gezogen, wenn konservative und andere chirurgische Therapien ausgeschöpft sind. Typische Indikationen sind:
Vor einer Jejunumtransplantation werden umfangreiche diagnostische Untersuchungen durchgeführt, um die Eignung des Patienten zu beurteilen:
Die Jejunumtransplantation ist ein komplexer mikrochirurgischer Eingriff, der in einem spezialisierten Transplantationszentrum durchgeführt wird. Dabei wird das Spenderorgan entnommen, unter Kälteschutz transportiert und beim Empfaenger eingesetzt. Die Blutgefaesse des Transplantats werden mit denen des Empfaengers verbunden (vaskulaere Anastomose), ebenso werden die Darmenden operativ zusammengefuehrt (intestinale Anastomose). Der Eingriff findet unter Vollnarkose statt und dauert mehrere Stunden.
Nach der Transplantation ist eine engmaschige medizinische Nachsorge unerlässlich:
Die Jejunumtransplantation birgt spezifische Risiken, die engmaschig überwacht werden muessen:
Die Langzeitergebnisse der Jejunumtransplantation haben sich in den letzten Jahrzehnten durch verbesserte Immunsuppression und operative Techniken deutlich verbessert. Viele Patienten erreichen langfristig eine vollständige enterale Ernaehrungsautonomie, also die Fähigkeit, sich vollständig über den Magen-Darm-Trakt zu ernaehren. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt je nach Zentrum und Patientengruppe bei etwa 50–70 %.
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