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Jodiertes Speisesalz ist herkömmliches Speisesalz, dem Jod zugesetzt wurde, um Jodmangelerkrankungen in der Bevölkerung vorzubeugen. Es ist ein einfaches Mittel zur Jodversorgung im Alltag.
Jodiertes Speisesalz ist herkömmliches Speisesalz, dem Jod zugesetzt wurde, um Jodmangelerkrankungen in der Bevölkerung vorzubeugen. Es ist ein einfaches Mittel zur Jodversorgung im Alltag.
Jodiertes Speisesalz ist gewöhnliches Natriumchlorid (Kochsalz), dem in einem kontrollierten Verfahren eine geringe Menge Jod – üblicherweise in Form von Kaliumjodat (KIO₃) oder Kaliumjodid (KI) – zugesetzt wird. In Deutschland ist eine Jodierungsmenge von 15–25 µg Jod pro Gramm Salz gesetzlich festgelegt. Ziel ist es, die Jodversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, da natürliche Lebensmittel in Jodmangelgebieten wie Mitteleuropa oft nicht ausreichend Jod liefern.
Jod ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Es wird vor allem für die Produktion von Schilddrüsenhormonen (Thyroxin T4 und Trijodthyronin T3) benötigt, die zahlreiche Körperfunktionen steuern, darunter Stoffwechsel, Wachstum und Gehirnentwicklung. In vielen Regionen Europas – insbesondere in Binnenländern und Gebirgsregionen – ist der Jodgehalt im Boden und damit in pflanzlichen Lebensmitteln sehr niedrig. Jodiertes Speisesalz ist eine kostengünstige und effektive Maßnahme zur Vorbeugung von:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt folgende tägliche Jodzufuhr:
Durch die Verwendung von jodiertem Speisesalz beim Kochen und an der Tafel kann ein wesentlicher Teil des täglichen Jodbedarfs gedeckt werden. Da jedoch die Gesamtsalzzufuhr aus gesundheitlichen Gründen begrenzt werden sollte (WHO-Empfehlung: max. 5 g Salz pro Tag), deckt jodiertes Salz allein den Bedarf nicht vollständig. Weitere Jodquellen sind Seefisch, Meeresfrüchte und Milchprodukte.
Ein Großteil des in Deutschland konsumierten Salzes stammt aus verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Wurst und Fertiggerichten. Seit Jahrzehnten werden viele Lebensmittelhersteller dazu ermutigt – und in bestimmten Bereichen verpflichtet – jodiertes Salz einzusetzen. Dies hat maßgeblich zur Verbesserung der Jodversorgung in der Bevölkerung beigetragen.
Jodiertes Speisesalz gilt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch als sicher. In seltenen Fällen kann ein übermäßiger Jodkonsum jedoch problematisch sein:
Im Handel sind verschiedene Salzarten erhältlich, darunter Himalayasalz, Meersalz und Steinsalz. Diese enthalten in der Regel kein zugesetztes Jod und sind daher aus ernährungsphysiologischer Sicht – in Bezug auf die Jodversorgung – dem jodierten Speisesalz unterlegen. Wer ausschließlich nicht jodiertes Salz verwendet, sollte auf alternative Jodquellen achten oder die Einnahme eines Jodpräparats in Betracht ziehen.
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