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Jodsubstitution bezeichnet die gezielte Zufuhr von Jod zur Vorbeugung oder Behandlung eines Jodmangels. Sie ist besonders wichtig für die Schilddrüsenfunktion.
Jodsubstitution bezeichnet die gezielte Zufuhr von Jod zur Vorbeugung oder Behandlung eines Jodmangels. Sie ist besonders wichtig für die Schilddrüsenfunktion.
Jodsubstitution bezeichnet die gezielte Zufuhr von Jod durch Nahrungsergänzungsmittel, jodiertes Speisesalz oder Medikamente, um einem Jodmangel vorzubeugen oder diesen zu behandeln. Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung oder Supplemente aufnehmen muss.
Jod ist unverzichtbar für die Produktion der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Diese Hormone regulieren den Stoffwechsel, das Wachstum, die Entwicklung des Nervensystems sowie zahlreiche weitere Körperfunktionen. Ein anhaltender Jodmangel führt zur Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf/Struma) und kann in schweren Fällen eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) auslösen.
Besonders folgende Personengruppen profitieren von einer gezielten Jodsubstitution:
Die einfachste und weitverbreitetste Form der Jodsubstitution ist die Verwendung von jodiertem Speisesalz. In vielen Ländern wird Salz gesetzlich mit Jod angereichert, um die Bevölkerung ausreichend zu versorgen.
Jodhaltige Nahrungsergänzungsmittel, oft als Kaliumiodid erhältlich, werden insbesondere in der Schwangerschaft und Stillzeit empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Schwangeren eine tägliche Jodzufuhr von 230 µg und Stillenden von 260 µg.
Bei diagnostiziertem Jodmangel oder zur Behandlung bestimmter Schilddrüsenerkrankungen kann Jod auch als verschreibungspflichtiges Medikament in Form von Kaliumiodid-Tabletten verordnet werden.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehlen folgende tägliche Jodzufuhr:
Eine zu hohe Jodzufuhr (Jodexzess) kann ebenfalls schädlich sein. Überdosierungen können eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) auslösen oder bei bestehender Autoimmunthyreoiditis (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis) die Erkrankung verschlechtern. Daher sollte eine Jodsubstitution bei bestehenden Schilddrüsenerkrankungen stets mit einem Arzt abgestimmt werden. Die Tolerable Upper Intake Level (UL) für Erwachsene liegt laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bei 600 µg/Tag.
In der Schwangerschaft ist eine ausreichende Jodversorgung besonders kritisch. Jodmangel in dieser Phase kann zu Kretinismus (schwere geistige und körperliche Entwicklungsstörung des Kindes), Fehlgeburten und niedrigem Geburtsgewicht führen. Aus diesem Grund empfehlen Fachgesellschaften die Einnahme von jodhaltigen Schwangerschaftsvitaminen oder separaten Jodpräparaten ab dem Beginn der Schwangerschaft, idealerweise bereits in der Schwangerschaftsplanung.
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