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Kaliumsulfit ist ein anorganisches Salz, das als Lebensmittelzusatzstoff (E225) zur Konservierung eingesetzt wird. Es hemmt das Wachstum von Mikroorganismen und verhindert oxidativen Verderb.
Kaliumsulfit ist ein anorganisches Salz, das als Lebensmittelzusatzstoff (E225) zur Konservierung eingesetzt wird. Es hemmt das Wachstum von Mikroorganismen und verhindert oxidativen Verderb.
Kaliumsulfit (chemische Formel: K₂SO₃) ist ein anorganisches Salz der schwefligen Saeure, das in der Lebensmittelindustrie als Konservierungsmittel verwendet wird. In der Europaeischen Union ist es unter der Bezeichnung E 225 zugelassen. Es gehoert zur Gruppe der Sulfite, zu denen auch Schwefeldioxid (E 220), Natriumsulfit (E 221) und andere verwandte Verbindungen zaehlen.
Kaliumsulfit wird in verschiedenen Lebensmitteln und Getraenken eingesetzt, um deren Haltbarkeit zu verlaengern und die Qualitaet zu erhalten. Typische Anwendungsgebiete umfassen:
Kaliumsulfit entfaltet seine Wirkung auf mehreren Ebenen:
Im sauren Milieu setzt Kaliumsulfit schweflige Saeure bzw. Schwefeldioxid frei. Diese Verbindungen hemmen das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und Bakterien, indem sie in deren Stoffwechsel eingreifen und Enzyme inaktivieren.
Als Reduktionsmittel bindet Kaliumsulfit Sauerstoff und verhindert so oxidative Reaktionen, die zu Farbveraenderungen, Geschmacksverlust und Naehrstoffabbau fuehren koennen. Besonders relevant ist dies fuer die Hemmung der enzymatischen Brauenungsreaktion (Maillard-Reaktion) in Obst und Gemuese.
Gemaess der EU-Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 ueber Lebensmittelzusatzstoffe muss Kaliumsulfit (E 225) auf der Zutatenliste von Lebensmitteln deklariert werden. Wenn der Gesamtgehalt an Sulfiten im Endprodukt mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l betraegt, muss der Hinweis „Sulfit“ oder „Schwefeldioxid“ auf der Verpackung erscheinen, da Sulfite zu den 14 wichtigsten Lebensmittelallergenen in der EU zaehlen.
Fuer die meisten Menschen sind Kaliumsulfit und andere Sulfite in den ueblichen Mengen unbedenklich. Die Europaeische Behoerde fuer Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen akzeptablen taeglichen Aufnahmewert (ADI-Wert) von 0,7 mg Schwefeldioxid-Aequivalent pro Kilogramm Koerpergewicht festgelegt.
Bei empfindlichen Personen, insbesondere bei Asthmatikern, koennen Sulfite Ueberempfindlichkeitsreaktionen ausloesen. Moegliche Symptome sind:
Personen mit bekannter Sulfit-Unvertraeglichkeit sollten Lebensmittel mit dem Hinweis „enthaelt Sulfite“ meiden.
Kaliumsulfit (K₂SO₃) wird haeufig mit Kaliummetabisulfit (K₂S₂O₅, E 224) verwechselt. Letzteres ist stabiler, enthaelt einen hoeheren Gehalt an aktivem Schwefeldioxid und wird deshalb haeufiger in der Praxis eingesetzt. Beide gehoeren zur gleichen chemischen Familie und haben aehnliche Anwendungsprofile.
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