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Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist eine Heilpflanze mit antibakteriellen und immunstärkenden Eigenschaften. Blüten, Blätter und Samen werden in der Naturmedizin und Küche genutzt.
Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist eine Heilpflanze mit antibakteriellen und immunstärkenden Eigenschaften. Blüten, Blätter und Samen werden in der Naturmedizin und Küche genutzt.
Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist eine ursprünglich aus Südamerika stammende Pflanze, die heute weltweit als Zier- und Heilpflanze bekannt ist. Alle Pflanzenteile – Blüten, Blätter und Samen – sind essbar und enthalten wertvolle Wirkstoffe. In der Naturheilkunde wird die Kapuzinerkresse seit Jahrhunderten zur Behandlung von Infektionen der Atemwege und der Harnwege eingesetzt.
Der wichtigste Wirkstoff der Kapuzinerkresse ist das Glucotropaeolin, ein sogenanntes Glucosinolat. Beim Zerkleinern oder Kauen der Pflanze wird dieses durch das Enzym Myrosinase in Benzylisothiocyanat umgewandelt – einen flüchtigen Senföl-Wirkstoff mit nachgewiesenen antibakteriellen, antiviralen und antifungalen Eigenschaften.
Kapuzinerkresseextrakt wird traditionell und in modernen Phytotherapeutika zur unterstützenden Behandlung von Erkältungen, Bronchitis und Sinusitis eingesetzt. In Kombination mit Meerrettichwurzel ist sie Bestandteil zugelassener Arzneimittel (z. B. Angocin Anti-Infekt N).
Die senföhaltigen Wirkstoffe werden über die Nieren ausgeschieden und entfalten so eine desinfizierende Wirkung in den Harnwegen. Sie werden daher ergänzend bei unkomplizierten Blasenentzündungen eingesetzt.
Äußerlich angewendet können frische Blätter oder Extrakte der Kapuzinerkresse bei kleinen Wunden, Hautinfektionen und Pilzerkrankungen hilfreich sein.
Kapuzinerkresse ist reich an verschiedenen Nährstoffen und bioaktiven Verbindungen:
In der Küche werden Blüten und Blätter der Kapuzinerkresse frisch in Salaten, als Dekoration oder als würzige Alternative zu Kresse verwendet. Die Samen lassen sich ähnlich wie Kapern einlegen.
Standardisierte Extrakte sind in Kapselform, als Tabletten oder als Kombipräparate erhältlich. Die genaue Dosierung sollte den Herstellerangaben oder einer ärztlichen Empfehlung folgen. Üblicherweise werden Tagesdosen von ca. 200–400 mg Trockenextrakt empfohlen.
Kapuzinerkresse gilt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen bei höherer Dosierung sind:
Bei Nierenproblemen oder Magengeschwüren sollte die Einnahme mit einem Arzt abgesprochen werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist Vorsicht geboten; die Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel wird in dieser Zeit nicht empfohlen.
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