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Die Kausch-Whipple-Operation ist ein großer chirurgischer Eingriff zur Entfernung des Pankreaskopfes, des Zwölffingerdarms und angrenzender Strukturen – meist bei Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Die Kausch-Whipple-Operation ist ein großer chirurgischer Eingriff zur Entfernung des Pankreaskopfes, des Zwölffingerdarms und angrenzender Strukturen – meist bei Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Die Kausch-Whipple-Operation, medizinisch auch als Pankreatikoduodenektomie bezeichnet, ist eines der komplexesten Operationsverfahren der Bauchchirurgie. Sie wurde erstmals 1909 vom deutschen Chirurgen Walter Kausch und später 1935 vom amerikanischen Chirurgen Allen Oldfather Whipple in modifizierter Form beschrieben. Der Eingriff dient vor allem der Behandlung von Tumoren im Bereich des Pankreaskopfes (Kopf der Bauchspeicheldrüse), des Zwölffingerdarms sowie angrenzender Strukturen im Oberbauch.
Die Kausch-Whipple-Operation wird in folgenden Situationen eingesetzt:
Bei der klassischen Kausch-Whipple-Operation werden folgende Strukturen entfernt:
Nach der Entfernung dieser Strukturen wird die Kontinuität des Verdauungstrakts durch drei chirurgische Verbindungen (Anastomosen) wiederhergestellt: eine Verbindung zwischen Bauchspeicheldrüsenrest und Dünndarm (Pankreatikojejunostomie), eine zwischen Gallengang und Dünndarm (Hepatikojejunostomie) sowie eine zwischen Magenrest und Dünndarm (Gastrojejunostomie).
Bei der modernen pyloruserhaltenden Pankreatikoduodenektomie (PPPD) wird der Magenausgang (Pylorus) erhalten. Diese Variante ist bei geeigneten Patienten onkologisch gleichwertig und schont die Magenphysiologie, was langfristig zu einer besseren Lebensqualität beitragen kann.
Vor dem Eingriff werden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, um die Operabilität des Tumors und den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zu beurteilen. Dazu gehören:
Die Kausch-Whipple-Operation ist ein technisch anspruchsvoller Eingriff mit relevanten Risiken. Zu den häufigsten Komplikationen zählen:
Die Sterblichkeitsrate des Eingriffs liegt in spezialisierten Zentren heute unter 3–5 %, was eine erhebliche Verbesserung gegenüber früheren Jahrzehnten darstellt.
Nach der Operation verbleiben die Patienten in der Regel 10–14 Tage im Krankenhaus. Die Erholungsphase insgesamt dauert mehrere Wochen. Wichtige Maßnahmen in der Nachsorge umfassen:
Die Prognose hängt stark von der zugrundeliegenden Erkrankung ab. Bei vollständig reseziertem Pankreaskopfkarzinom beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate etwa 15–25 %, was im Vergleich zur inoperablen Erkrankung eine deutlich bessere Perspektive bietet. Bei gutartigen Erkrankungen oder frühzeitig erkannten Tumoren (z. B. Ampullenkarzinom) kann die Prognose deutlich günstiger ausfallen.
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