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Die Keimtherapie nutzt pflanzliche Keimlinge wie Weizengras oder Brokkoli-Sprossen zur Unterstützung der Gesundheit. Keimlinge sind reich an Vitalstoffen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen.
Die Keimtherapie nutzt pflanzliche Keimlinge wie Weizengras oder Brokkoli-Sprossen zur Unterstützung der Gesundheit. Keimlinge sind reich an Vitalstoffen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen.
Die Keimtherapie bezeichnet den gezielten Einsatz von gekeimten Samen, Sprossen und Keimlingen als Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzung zur Förderung der Gesundheit. Keimlinge entstehen, wenn Samen unter kontrollierten Bedingungen mit Wasser und Sauerstoff zum Keimen gebracht werden. Während des Keimprozesses vermehren sich wichtige Nährstoffe, Enzyme und bioaktive Pflanzenstoffe vielfach im Vergleich zum ungekeimten Samen. In der Naturheilkunde und der modernen Ernährungsmedizin wird die Keimtherapie als sanfte, unterstützende Maßnahme für verschiedene Gesundheitsziele eingesetzt.
Es gibt eine Vielzahl von Pflanzen, deren Keimlinge in der Keimtherapie Verwendung finden. Zu den bekanntesten gehören:
Während des Keimprozesses werden Enzyme aktiviert, die komplexe Nährstoffe aufschließen und damit besser verwertbar machen. Gleichzeitig steigt der Gehalt an:
Gleichzeitig werden Anti-Nährstoffe wie Phytinsäure und Lektine abgebaut, die im ungekeimten Samen die Aufnahme von Mineralstoffen hemmen können. Dadurch verbessert sich die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen wie Zink, Eisen und Kalzium deutlich.
Die Keimtherapie wird mit verschiedenen positiven Gesundheitseffekten in Verbindung gebracht, wobei die wissenschaftliche Evidenz je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich stark ausgeprägt ist:
In der Keimtherapie werden Keimlinge üblicherweise als frische Sprossen in Salaten, Smoothies oder als Beilage verzehrt. Eine allgemein anerkannte medizinische Standarddosierung existiert nicht, da es sich um Lebensmittel handelt. Typische Empfehlungen aus der Naturheilkunde umfassen:
Keimlinge gelten generell als sicher, wenn sie frisch und unter hygienischen Bedingungen hergestellt werden. Folgende Punkte sind jedoch zu beachten:
Während viele Effekte der Keimtherapie gut durch Laborstudien und Tierstudien belegt sind, ist die klinische Evidenz beim Menschen für einige Anwendungsgebiete noch begrenzt. Besonders gut untersucht ist das Sulforaphan aus Brokkoli-Keimlingen, für das mehrere klinische Studien antioxidative, entzündungshemmende und potenzielle krebspräventive Effekte beschreiben. Die Keimtherapie ist kein Ersatz für schulmedizinische Behandlungen, kann aber als ergänzende Maßnahme im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung sinnvoll eingesetzt werden.
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