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Keratosis pilaris ist eine häufige, harmlose Hauterkrankung, bei der sich raue, kleine Höckerchen auf der Haut bilden. Sie betrifft häufig Oberarme, Oberschenkel und Wangen.
Keratosis pilaris ist eine häufige, harmlose Hauterkrankung, bei der sich raue, kleine Höckerchen auf der Haut bilden. Sie betrifft häufig Oberarme, Oberschenkel und Wangen.
Keratosis pilaris (auch bekannt als Lichen pilaris oder umgangssprachlich als "Hühnerauthaut") ist eine sehr verbreitete, gutartige Hauterkrankung. Dabei kommt es zu einer übermäßigen Ansammlung von Keratin – einem Strukturprotein der Haut – in den Haarfollikeln. Dies führt zur Bildung kleiner, rauer Höckerchen, die der Haut ein sandpapierartiges Gefühl verleihen. Die Erkrankung ist weder ansteckend noch gefährlich und hat keinen Krankheitswert im medizinischen Sinne.
Die genaue Ursache der Keratosis pilaris ist nicht vollständig geklärt, jedoch spielen folgende Faktoren eine wesentliche Rolle:
Die Symptome der Keratosis pilaris sind in der Regel gut erkennbar und umfassen:
Die am häufigsten betroffenen Körperstellen sind die Außenseiten der Oberarme, die Oberschenkel, der Po sowie bei Kindern häufig auch die Wangen.
Die Diagnose wird in der Regel durch eine klinische Untersuchung durch einen Dermatologen gestellt. Das charakteristische Erscheinungsbild der kleinen Follikelhöckerchen reicht meist für eine eindeutige Diagnose aus. Weitere diagnostische Maßnahmen wie eine Hautbiopsie sind selten notwendig und werden nur bei Unklarheiten durchgeführt.
Keratosis pilaris ist nicht heilbar, die Symptome lassen sich jedoch durch gezielte Maßnahmen deutlich lindern:
Die regelmäßige Anwendung von rückfettenden Lotionen und Cremes ist die wichtigste Basismaßnahme. Besonders wirksam sind Produkte mit Harnstoff (Urea), Glycerin oder Milchsäure, die die Haut intensiv befeuchten und Keratinansammlungen auflösen.
Cremes und Lotionen mit Ammoniumlaktat, Salicylsäure oder Alpha-Hydroxysäuren (AHA) helfen dabei, abgestorbene Hautschuppen sanft abzulösen und die Haarfollikel freizuhalten.
In schwereren Fällen kann ein Hautarzt verschreibungspflichtige Retinoid-Cremes empfehlen, die die Zellneubildung der Haut normalisieren und Verstopfungen der Follikel reduzieren.
Reguläres, sanftes mechanisches Peeling mit einem weichen Körperschwamm oder -bürste kann helfen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Zu aggressives Reiben sollte jedoch vermieden werden, da es die Haut reizen kann.
Bei starker Rötung oder ästhetisch störenden Veränderungen kann eine Laserbehandlung durch einen Dermatologen in Erwägung gezogen werden, um Rötungen zu reduzieren und das Hautbild zu verbessern.
Keratosis pilaris ist eine chronische, aber harmlose Erkrankung. Bei vielen Betroffenen bessern sich die Symptome im Erwachsenenalter von selbst. Bei konsequenter Hautpflege und gezielter Behandlung lässt sich das Erscheinungsbild deutlich verbessern. In den Wintermonaten oder bei trockener Raumluft können die Symptome stärker ausgeprägt sein.
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