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Das Kiefergelenk verbindet den Unterkiefer mit dem Schädel und ermöglicht Kauen, Sprechen und Mundöffnung. Erkrankungen des Kiefergelenks sind weit verbreitet.
Das Kiefergelenk verbindet den Unterkiefer mit dem Schädel und ermöglicht Kauen, Sprechen und Mundöffnung. Erkrankungen des Kiefergelenks sind weit verbreitet.
Das Kiefergelenk (lateinisch: Articulatio temporomandibularis, auch als Temporomandibulargelenk bezeichnet) ist das Gelenk, das den Unterkiefer (Mandibula) mit dem Schläfenbein des Schädels (Os temporale) verbindet. Es handelt sich um eines der komplexesten Gelenke des menschlichen Körpers, da es sowohl Gleit- als auch Rotationsbewegungen ermöglicht. Beide Kiefergelenke – je eines auf der linken und rechten Seite – arbeiten stets synchron zusammen.
Das Gelenk besteht aus dem Gelenkköpfchen des Unterkiefers (Kondylus), der Gelenkpfanne im Schläfenbein (Fossa mandibularis) sowie einem Gelenkknorpel und einer Bandscheibe (Diskus articularis), die als Puffer zwischen den Knochen dient. Kräftige Kaumuskeln wie der Musculus masseter und der Musculus temporalis steuern die Bewegungen des Gelenks.
Das Kiefergelenk ist an zahlreichen alltäglichen Funktionen beteiligt:
Da das Kiefergelenk täglich tausendfach belastet wird, ist es anfällig für Verschleiß und Funktionsstörungen.
Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine der häufigsten Erkrankungen des Kiefergelenks. Sie umfasst eine Gruppe von Beschwerden, die Kiefergelenk, Kaumuskulatur und angrenzende Strukturen betreffen. Typische Symptome sind Schmerzen im Kiefer- und Gesichtsbereich, Knacken oder Reiben im Gelenk sowie eingeschränkte Mundöffnung.
Wie andere Gelenke kann auch das Kiefergelenk von Arthrose betroffen sein. Dabei kommt es zu einem degenerativen Abbau des Gelenkknorpels, was Schmerzen, Steifheit und Geräusche beim Bewegen des Kiefers verursachen kann.
Eine Arthritis des Kiefergelenks kann im Rahmen systemischer Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis auftreten. Sie führt zu Entzündung, Schwellung und Schmerzen im Gelenk.
Bei einer Diskusverlagerung ist die Gelenkscheibe (Diskus) aus ihrer normalen Position verschoben. Dies kann Geräusche beim Öffnen und Schließen des Mundes sowie Schmerzen und eine eingeschränkte Mundbeweglichkeit verursachen.
Beschwerden am Kiefergelenk äußern sich durch eine Vielzahl von Symptomen:
Die Diagnose von Kiefergelenkerkrankungen erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden:
Die Behandlung von Kiefergelenksbeschwerden richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung. Häufig kommen folgende Ansätze zum Einsatz:
In schweren Fällen, die auf konservative Behandlungen nicht ansprechen, kann ein operativer Eingriff am Kiefergelenk notwendig werden. Dazu gehören Arthroskopie (minimalinvasiver Eingriff) oder offene Gelenkoperationen.
Einige Maßnahmen können helfen, das Kiefergelenk zu schützen:
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