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Knochenabbau in den Wechseljahren ist ein häufiges Phänomen, bei dem sinkende Östrogenspiegel die Knochendichte verringern und das Osteoporoserisiko erhöhen.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenKnochenabbau in den Wechseljahren ist ein häufiges Phänomen, bei dem sinkende Östrogenspiegel die Knochendichte verringern und das Osteoporoserisiko erhöhen.
Während der Wechseljahre (Menopause) verändert sich der Hormonhaushalt der Frau grundlegend. Der Rückgang des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen hat dabei weitreichende Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel. Östrogen spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Knochen, da es den Abbau von Knochenmasse hemmt. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, geraten knochenabbauende Zellen (sogenannte Osteoklasten) und knochenaufbauende Zellen (Osteoblasten) aus dem Gleichgewicht – der Knochenabbau überwiegt. Dies führt zu einem Verlust an Knochendichte und erhöht langfristig das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche.
Der wichtigste Auslöser für den Knochenabbau in den Wechseljahren ist der Abfall des Östrogenspiegels. Weitere begünstigende Faktoren sind:
Knochenabbau verläuft in den frühen Stadien meist ohne spürbare Beschwerden. Erst wenn die Knochendichte deutlich abgenommen hat, können folgende Zeichen auftreten:
Die wichtigste diagnostische Methode zur Erfassung des Knochenabbaus ist die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie), auch bekannt als DXA-Messung (Dual-Energy X-ray Absorptiometry). Dabei wird die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule und dem Hüftknochen gemessen und als sogenannter T-Score ausgedrückt:
Zusätzlich können Blutuntersuchungen (z. B. Kalzium, Vitamin D, Knochenstoffwechselmarker) sowie bildgebende Verfahren wie Röntgen eingesetzt werden.
Eine kalziumreiche Ernährung ist essenziell für die Knochengesundheit. Empfohlen werden täglich etwa 1000–1200 mg Kalzium (Quellen: Milchprodukte, grünes Gemüse, Mandeln, kalziumreiches Mineralwasser). Gleichzeitig ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D wichtig, da es die Kalziumaufnahme im Darm fördert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene 800 IE Vitamin D pro Tag.
Krafttraining und gewichtstragende Sportarten (z. B. Wandern, Joggen, Tanzen) stimulieren den Knochenaufbau und helfen, die Knochendichte zu erhalten. Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert zudem die Muskelkraft und das Gleichgewicht, was das Sturzrisiko senkt.
Bei erhöhtem Osteoporoserisiko oder bereits bestehender Osteoporose stehen verschiedene medikamentöse Optionen zur Verfügung: