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Die Knochengesundheit in den Wechseljahren ist besonders gefährdet: Sinkende Östrogenspiegel beschleunigen den Knochenschwund und erhöhen das Osteoporoserisiko.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenDie Knochengesundheit in den Wechseljahren ist besonders gefährdet: Sinkende Östrogenspiegel beschleunigen den Knochenschwund und erhöhen das Osteoporoserisiko.
Die Knochengesundheit in den Wechseljahren (Menopause bzw. Klimakterium) bezeichnet den Zustand und die Veränderungen des Knochenstärke während und nach der hormonellen Umstellungsphase im Leben einer Frau. Mit dem Abfall des Östrogens – dem wichtigsten weiblichen Geschlechtshormon – verlieren Frauen in den Wechseljahren deutlich schneller an Knochendichte als zu jedem anderen Zeitpunkt in ihrem Leben. Dies erhöht das Risiko für Osteoporose (Knochenschwund) und damit verbundene Knochenbrüche erheblich.
Der Knochen ist ein lebendiges Gewebe, das sich ständig umbaut. Östrogen spielt dabei eine zentrale Rolle, da es den Knochenabbau (durch sogenannte Osteoklasten) hemmt und den Knochenaufbau (durch Osteoblasten) fördert. Wenn der Östrogenspiegel in den Wechseljahren sinkt, kippt dieses Gleichgewicht: Der Knochenabbau überwiegt.
Knochenabbau verläuft oft jahrelang ohne spürbare Symptome. Erst wenn die Knochendichte stark gesunken ist, werden Beschwerden und Komplikationen sichtbar:
Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie / DXA-Messung) ist das Standardverfahren zur Diagnose von Osteoporose. Dabei wird die Mineraldichte des Knochens an Lendenwirbelsäule und Hüfte gemessen und mit dem Richtwert einer gesunden jungen Erwachsenen verglichen (sogenannter T-Score).
Zusätzlich können Blutuntersuchungen (z. B. Kalzium, Vitamin D, Parathormon) zur Einschätzung des Knochenstoffwechsels beitragen.
Eine kalziumreiche Ernährung ist die Basis für starke Knochen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Frauen ab 50 Jahren eine tägliche Kalziumzufuhr von 1.000–1.200 mg. Gute Quellen sind Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Sesam und kalziumreiches Mineralwasser. Vitamin D ist notwendig für die Aufnahme von Kalzium im Darm; bei nachgewiesenem Mangel wird eine Supplementierung empfohlen.
Krafttraining und gewichtstragende Sportarten (z. B. Wandern, Tanzen, Treppensteigen) stimulieren den Knochenaufbau und verbessern die Muskelkraft, was das Sturzrisiko senkt. Regelmäßige körperliche Aktivität ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Erhaltung der Knochendichte.
Bei erhöhtem Frakturrisiko oder manifester Osteoporose stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung: