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Die Knochenmarkdifferenzierung ist eine diagnostische Untersuchung des Knochenmarks zur genauen Bestimmung der Zusammensetzung und Reifung von Blutzellen. Sie dient der Abklärung von Bluterkrankungen.
Die Knochenmarkdifferenzierung ist eine diagnostische Untersuchung des Knochenmarks zur genauen Bestimmung der Zusammensetzung und Reifung von Blutzellen. Sie dient der Abklärung von Bluterkrankungen.
Die Knochenmarkdifferenzierung ist eine spezialisierte diagnostische Methode, bei der die im Knochenmark vorhandenen Blutzellen unter dem Mikroskop systematisch nach Zelltyp, Reifegrad und Anzahl erfasst und ausgewertet werden. Das Knochenmark ist das weiche Gewebe im Inneren der Knochen und stellt den wichtigsten Ort der Hämatopoese (Blutbildung) beim Menschen dar. Es produziert kontinuierlich alle Arten von Blutzellen: rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten).
Bei der Knochenmarkdifferenzierung wird in der Regel ein Knochenmarkausstrich angefertigt und gefärbt, um die einzelnen Zellpopulationen präzise zu unterscheiden und zu zählen. Die Untersuchung liefert wichtige Informationen über Reifungsstörungen, Veränderungen in der Zellzusammensetzung und mögliche Erkrankungen des blutbildenden Systems.
Für die Knochenmarkdifferenzierung ist zunächst eine Knochenmarkpunktion notwendig, bei der unter örtlicher Betäubung eine kleine Menge Knochenmark (meist aus dem Beckenkamm oder Brustbein) entnommen wird. Es gibt zwei Arten der Probengewinnung:
Anschließend werden mindestens 200 bis 500 kernhaltige Zellen unter dem Mikroskop ausgezählt und nach Zellreihen sowie Reifestadien klassifiziert. Das Ergebnis wird als prozentualer Anteil der einzelnen Zellpopulationen angegeben.
Bei der Knochenmarkdifferenzierung werden folgende Zellreihen systematisch erfasst:
Die Knochenmarkdifferenzierung ist indiziert bei verschiedenen hämatologischen Fragestellungen:
Ein normales Differenzierungsmuster zeigt ein ausgewogenes Verhältnis der verschiedenen Zellreihen mit regelrechter Ausreifung. Pathologische Veränderungen umfassen:
Das Ergebnis der Knochenmarkdifferenzierung wird stets im Zusammenhang mit dem peripheren Blutbild, klinischen Befunden und weiteren Laboruntersuchungen (z. B. Immunphänotypisierung, Zytogenetik) interpretiert.
Die Knochenmarkpunktion ist ein sicheres Verfahren, kann aber folgende Nebenwirkungen verursachen:
Schwerwiegende Komplikationen sind sehr selten und die Untersuchung wird in der Regel gut vertragen.
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