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Kokosblütenzucker ist ein natürlicher Süßungsmittel aus dem Nektar der Kokospalme. Er gilt als weniger stark verarbeitete Alternative zu raffiniertem Haushaltszucker und enthält geringe Mengen an Mineralstoffen.
Kokosblütenzucker ist ein natürlicher Süßungsmittel aus dem Nektar der Kokospalme. Er gilt als weniger stark verarbeitete Alternative zu raffiniertem Haushaltszucker und enthält geringe Mengen an Mineralstoffen.
Kokosblütenzucker (auch Kokospalmen-Zucker oder Kokosnusszucker genannt) wird aus dem Blütensaft der Kokospalme (Cocos nucifera) gewonnen. Der Saft, auch Kokosblütennektar genannt, wird durch Einschneiden der Blütenstände gesammelt, anschließend erhitzt, bis das Wasser verdunstet, und zu Kristallen getrocknet. Das Ergebnis ist ein hellbrauner Zucker mit einem leichten Karamell-Aroma.
Kokosblütenzucker hat seinen Ursprung in Süd- und Südostasien, wo er seit Jahrhunderten als traditionelles Süßungsmittel verwendet wird. Heute ist er auch in Europa und Nordamerika als sogenannter Naturzucker oder Alternative zu Haushaltszucker beliebt.
Kokosblütenzucker besteht hauptsächlich aus Saccharose (ca. 70–80 %), gefolgt von Glukose und Fruktose. Sein Kaloriengehalt ist mit etwa 380–400 kcal pro 100 g dem von weißem Haushaltszucker sehr ähnlich. Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker enthält er jedoch in kleinen Mengen:
Die Mengen dieser Nährstoffe sind jedoch gering und tragen bei üblichem Verzehr kaum zur täglichen Nährstoffversorgung bei.
Ein oft genannter Vorteil von Kokosblütenzucker ist sein glykämischer Index (GI), der mit ca. 35 deutlich niedriger angegeben wird als der von Haushaltszucker (GI ca. 65). Der glykämische Index misst, wie schnell ein Kohlenhydrat den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Ein niedrigerer GI bedeutet einen langsameren Anstieg des Blutzuckers.
Grund für den niedrigeren GI ist der Inulingehalt, der die Aufnahme von Zucker im Darm verlangsamt. Wichtig: Da Kokosblütenzucker dennoch größtenteils aus Saccharose besteht, sollten Menschen mit Diabetes mellitus ihn nicht als unbedenkliche Alternative betrachten und ihren Arzt oder ihre Ärztin konsultieren.
Kokosblütenzucker wird häufig als gesündere Alternative zu raffiniertem Zucker vermarktet. Die wissenschaftliche Evidenz zu seinen gesundheitlichen Vorteilen ist jedoch begrenzt:
Kokosblütenzucker eignet sich als Ersatz für Haushaltszucker in nahezu allen Rezepten. Aufgrund seines charakteristischen Karamell-Aromas passt er besonders gut zu:
Als Faustregel gilt eine 1:1-Substitution von Haushaltszucker durch Kokosblütenzucker, wobei das stärkere Aroma zu berücksichtigen ist.
Kokosblütenzucker gilt als vergleichsweise nachhaltig produziertes Süßungsmittel, da die Kokospalme für die Zuckergewinnung nicht gefällt wird und der Blütensaft mehrfach täglich gesammelt werden kann. Die Produktion benötigt weniger Wasser und Dünger als z. B. Zuckerrohr. Allerdings ist die Produktionskapazität begrenzt, da die Ernte überwiegend in Handarbeit erfolgt.
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