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Der kortikale Knochen ist die harte, dichte äußere Schicht des Knochens. Er gibt dem Skelett Stabilität und Festigkeit und macht etwa 80 % der gesamten Knochenmasse aus.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenDer kortikale Knochen ist die harte, dichte äußere Schicht des Knochens. Er gibt dem Skelett Stabilität und Festigkeit und macht etwa 80 % der gesamten Knochenmasse aus.
Der kortikale Knochen – auch als Kortikalis, Substantia compacta oder kompakter Knochen bezeichnet – ist die dichte, harte äußere Hülle, die jeden Knochen des menschlichen Körpers umgibt. Er bildet die feste Schutzschicht um das innere Knochengewebe und macht etwa 80 % der gesamten Knochenmasse im menschlichen Körper aus. Im Gegensatz zum spongiösen (trabekulären) Knochen im Innern ist der kortikale Knochen sehr dicht und wenig porös, was ihm seine charakteristische Härte verleiht.
Mikroskopisch betrachtet besteht der kortikale Knochen aus zylinderförmigen Struktureinheiten, den sogenannten Osteons (auch Havers-Systeme genannt). Jedes Osteon besteht aus konzentrischen Lamellen aus mineralisierter Knochenmatrix, die einen zentralen Kanal – den Havers-Kanal – umgeben, durch den Blutgefäße und Nerven verlaufen.
Der kortikale Knochen erfüllt im menschlichen Körper mehrere lebenswichtige Aufgaben:
Das Skelett besteht aus zwei Knochentypen, die sich ergänzen:
Kortikaler Knochen ist kein statisches Gewebe – er wird ständig umgebaut. Dieser Prozess wird als Knochenremodeling bezeichnet und wird von zwei Zelltypen gesteuert:
Dieser Umbau ermöglicht die Anpassung des Knochens an mechanische Belastungen, die Reparatur von Mikrorissen und die Regulation des Kalziumhaushalts. Im Gleichgewicht beträgt die jährliche Erneuerungsrate des kortikalen Knochens etwa 2–3 %.
Veränderungen im kortikalen Knochen spielen bei verschiedenen Erkrankungen und klinischen Situationen eine wichtige Rolle:
Bei der Osteoporose nimmt die Knochendichte ab und die Mikrostruktur des kortikalen Knochens wird zunehmend poröser und dünner. Dies erhöht das Risiko für Knochenbrüche (Frakturen) erheblich, besonders an der Hüfte, dem Handgelenk und der Wirbelsäule.
Brüche des kortikalen Knochens entstehen, wenn die einwirkende Kraft die Belastungsgrenze des Knochens überschreitet. Stressfrakturen entstehen durch wiederholte, kumulative Belastung, wie sie z. B. bei Leistungssportlern vorkommt.
Bei Osteomalazie (bei Erwachsenen) und Rachitis (bei Kindern) wird die Knochenmatrix nicht ausreichend mineralisiert, was den kortikalen Knochen weicher und anfälliger für Verformungen macht. Ursache ist meist ein Vitamin-D- oder Kalziummangel.
Beim Morbus Paget des Knochens ist der Knochenumbau gestört, was zu einer abnormen Vergrößerung und Verformung der betroffenen Knochen führt, einschließlich des kortikalen Anteils.
Die Beurteilung des kortikalen Knochens erfolgt mit verschiedenen bildgebenden und messtechnischen Verfahren: