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Die Kraniotomie ist ein neurochirurgischer Eingriff, bei dem ein Teil des Schädelknochens geöffnet wird, um Zugang zum Gehirn zu erhalten.
Die Kraniotomie ist ein neurochirurgischer Eingriff, bei dem ein Teil des Schädelknochens geöffnet wird, um Zugang zum Gehirn zu erhalten.
Die Kraniotomie ist ein operativer Eingriff in der Neurochirurgie, bei dem ein Teil des Schädelknochens (Kalotte) temporär entfernt wird, um Zugang zum Gehirn oder zu den Hirnstrukturen zu erhalten. Im Gegensatz zur Kraniektomie, bei der der Knochen dauerhaft entfernt bleibt, wird bei der Kraniotomie der Knochendeckel (sogenannter Knochenflap) nach dem Eingriff wieder eingesetzt und fixiert. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: „kranion“ bedeutet Schädel und „tomé“ bedeutet Schnitt.
Eine Kraniotomie wird bei einer Vielzahl von neurologischen und neurochirurgischen Erkrankungen durchgeführt, wenn ein operativer Zugang zum Hirngewebe oder zu den Hirnstrukturen erforderlich ist. Typische Indikationen umfassen:
Vor der Operation werden bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) durchgeführt, um die genaue Lage des Befundes zu bestimmen. Die Operation erfolgt unter Allgemeinnarkose. In speziellen Fällen, etwa bei Tumoren in der Nähe sprachrelevanter Hirnareale, kann die Kraniotomie auch am wachen Patienten durchgeführt werden (sogenannte Wachkraniotomie), um Funktionen wie Sprache oder Motorik intraoperativ überprüfen zu können.
Nach der Lagerung des Patienten wird die Kopfhaut im Operationsgebiet rasiert, desinfiziert und ein Hautschnitt gesetzt. Anschließend wird die darunter liegende Schicht (Galea aponeurotica und Periost) zurückgepräpariert. Mit einem speziellen chirurgischen Bohrer werden mehrere kleine Löcher (Bohrlöcher) in den Schädelknochen gesetzt, zwischen denen dann mit einer oszillierenden Säge (Kraniotom) der Knochendeckel herausgetrennt wird. Der Knochen wird während des Eingriffs aufbewahrt. Nach Abschluss der Hirnoperation wird der Knochendeckel mit Titanplatten oder Schrauben wieder befestigt, und die Wunde wird schichtweise verschlossen.
Bei der Wachkraniotomie wird der Patient nach der Eröffnung des Schädels aufgeweckt. Da das Hirngewebe selbst keine Schmerzrezeptoren besitzt, ist dies möglich. Während die Neurochirurgen am Gehirn arbeiten, führen Neurologen und Anesthesisten Tests durch, um sicherzustellen, dass lebenswichtige Funktionen erhalten bleiben.
Wie jeder operative Eingriff birgt auch die Kraniotomie Risiken. Diese umfassen:
Das individuelle Risiko hängt stark von der Grunderkrankung, dem Alter des Patienten, der Lage des Eingriffs im Gehirn und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Nach einer Kraniotomie erfolgt die Überwachung des Patienten zunächst auf einer Intensivstation oder Überwachungsstation. Regelmäßige neurologische Kontrollen sowie bildgebende Nachuntersuchungen gehören zur Standardnachsorge. Je nach Ausmaß des Eingriffs und der Grunderkrankung kann eine neurologische Rehabilitation notwendig sein, um verloren gegangene Funktionen wiederzuerlangen oder Kompensationsstrategien zu entwickeln. Die Erholungszeit variiert stark und kann von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten betragen.
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