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Laktattoleranzmarker sind biochemische Kennwerte, die die Fähigkeit des Körpers anzeigen, Laktat effizient zu verarbeiten. Sie spielen in der Sport- und Intensivmedizin eine zentrale Rolle.
Laktattoleranzmarker sind biochemische Kennwerte, die die Fähigkeit des Körpers anzeigen, Laktat effizient zu verarbeiten. Sie spielen in der Sport- und Intensivmedizin eine zentrale Rolle.
Laktattoleranzmarker sind messbare biochemische Parameter, die Auskunft über die Fähigkeit des menschlichen Organismus geben, Laktat (Milchsäure) unter Belastung zu produzieren, zu transportieren und zu verstoffwechseln. Sie sind ein wichtiges diagnostisches Instrument in der Sportmedizin, der Intensivmedizin sowie in der Leistungsdiagnostik.
Laktat entsteht im Rahmen der anaeroben Glykolyse, wenn der Körper mehr Energie benötigt, als durch den aeroben Stoffwechsel bereitgestellt werden kann. Eine hohe Laktattoleranz bedeutet, dass ein Organismus in der Lage ist, erhöhte Laktatspiegel über einen längeren Zeitraum zu tolerieren oder das Laktat schnell wieder abzubauen.
Bei körperlicher Belastung wird Glukose in Pyruvat umgewandelt. Wenn der Sauerstoffbedarf die Sauerstoffversorgung übersteigt, wird Pyruvat zu Laktat reduziert. Laktat wird dann über den Blutkreislauf zur Leber, zum Herzmuskel und zu anderen Geweben transportiert, wo es als Energiesubstrat genutzt oder in Glukose umgewandelt werden kann (Cori-Zyklus).
Die Laktatschwelle (auch anaerobe Schwelle) beschreibt den Belastungsbereich, ab dem die Laktatproduktion die Laktatclearance übersteigt und der Blutlaktatspiegel deutlich ansteigt. Dieser Schwellenwert ist ein zentraler Laktattoleranzmarker.
In der Sportmedizin werden Laktattoleranzmarker genutzt, um die aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit von Athletinnen und Athleten zu bestimmen. Stufentests auf dem Laufband oder Fahrradergometer liefern belastungsabhängige Laktatwerte, aus denen optimale Trainingsbereiche abgeleitet werden. Eine hohe Laktatschwelle ist ein Merkmal von ausdauertrainierten Personen.
In der Intensivmedizin ist eine erhöhte Blutlaktatkonzentration (Hyperlaktatämie) ein wichtiger Biomarker für Gewebehypoxie, Schock und Organversagen. Ein dauerhaft erhöhter Laktatspiegel von über 2 mmol/l gilt als Warnsignal, Werte über 4 mmol/l sind mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert. Die Laktatclearance dient hier als Verlaufsparameter zur Beurteilung des Therapieerfolgs.
Laktattoleranzmarker werden durch Blutentnahme aus dem Ohrläppchen, der Fingerkuppe oder venös bestimmt. Spezielle Analysegeräte messen die Laktatkonzentration enzymatisch innerhalb weniger Minuten. In der Sportdiagnostik erfolgt die Messung stufenweise unter Belastung, in der Intensivmedizin kontinuierlich oder in regelmäßigen Abständen.
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