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Laktoferrinzusatz bezeichnet die gezielte Zugabe von Laktoferrin zu Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln zur Unterstützung des Immunsystems und der Eisenaufnahme.
Laktoferrinzusatz bezeichnet die gezielte Zugabe von Laktoferrin zu Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln zur Unterstützung des Immunsystems und der Eisenaufnahme.
Laktoferrin ist ein natürliches Glykoprotein (ein zuckerhaltiges Eiweißmolekül), das ursprünglich in der Muttermilch, aber auch in anderen Körpersekreten wie Speichel, Tränenflüssigkeit und Blut vorkommt. Als Laktoferrinzusatz bezeichnet man die bewusste Zugabe von isoliertem oder synthetisch hergestelltem Laktoferrin zu Lebensmitteln, Säuglingsnahrung, Nahrungsergänzungsmitteln oder Medizinprodukten, um bestimmte gesundheitliche Wirkungen zu erzielen.
Laktoferrin übernimmt im menschlichen Körper vielfältige Aufgaben:
Da Kuhmilch-basierte Säuglingsnahrung von Natur aus weniger Laktoferrin enthält als Muttermilch, wird Laktoferrin häufig als Zusatz eingesetzt, um die Zusammensetzung der Säuglingsnahrung der Muttermilch anzunähern. Studien zeigen, dass ein Laktoferrinzusatz in der Säuglingsnahrung die Häufigkeit von Infektionen bei Neugeborenen, insbesondere Frühgeborenen, reduzieren kann.
Laktoferrin ist als Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel-, Pulver- oder Tablettenform erhältlich. Es wird vor allem zur Unterstützung des Immunsystems, bei Eisenmangel sowie zur allgemeinen Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt.
In einigen Ländern wird Laktoferrin Joghurt, Molkereiprodukten oder Sportgetränken zugesetzt, um deren gesundheitlichen Nutzen zu erhöhen.
Wissenschaftliche Untersuchungen erforschen den Einsatz von Laktoferrin bei der Behandlung von Eisenmangelanämie, entzündlichen Darmerkrankungen sowie als unterstützende Maßnahme bei Infektionskrankheiten.
Eine allgemein gültige Tagesdosis für Laktoferrin als Nahrungsergänzungsmittel ist nicht offiziell festgelegt. In klinischen Studien werden häufig Mengen zwischen 100 mg und 300 mg pro Tag für Erwachsene verwendet. Bei Säuglingsnahrung orientiert sich der Zusatz am natürlichen Gehalt in der Muttermilch (ca. 1–7 g/l). Die genaue Dosierung sollte stets mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.
Laktoferrin gilt bei oraler Einnahme in üblichen Mengen als gut verträglich und sicher. In seltenen Fällen können leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall auftreten. Personen mit einer Kuhmilchallergie sollten Laktoferrin aus bovinen (Rinder-)Quellen meiden. Wechselwirkungen mit Medikamenten sind bisher kaum beschrieben, dennoch ist Vorsicht bei der gleichzeitigen Einnahme von Eisenpräparaten geboten.
Die Forschungslage zu Laktoferrin ist vielversprechend, jedoch noch nicht abschließend. Gut belegte Wirkungen bestehen hinsichtlich der Unterstützung der Eisenaufnahme und der antimikrobiellen Aktivität. Für weitergehende Indikationen wie Krebsprävention oder antivirale Effekte sind weitere hochwertige klinische Studien erforderlich.
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