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Latenter Autoimmundiabetes des Erwachsenenalters (LADA) ist eine autoimmune Diabetesform, die im Erwachsenenalter auftritt und langsam fortschreitet. Er wird häufig zunächst als Typ-2-Diabetes fehldiagnostiziert.
Latenter Autoimmundiabetes des Erwachsenenalters (LADA) ist eine autoimmune Diabetesform, die im Erwachsenenalter auftritt und langsam fortschreitet. Er wird häufig zunächst als Typ-2-Diabetes fehldiagnostiziert.
Der Latente Autoimmundiabetes des Erwachsenenalters, kurz LADA (englisch: Latent Autoimmune Diabetes in Adults), ist eine Form des Diabetes mellitus, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. Im Gegensatz zum klassischen Typ-1-Diabetes verläuft dieser Prozess beim LADA sehr langsam über Monate bis Jahre hinweg. Da die Erkrankung meist im Erwachsenenalter beginnt und anfänglich oft ohne Insulinpflicht auskommt, wird sie häufig fälschlicherweise als Typ-2-Diabetes eingeordnet. LADA wird deshalb manchmal auch als "Typ-1,5-Diabetes" bezeichnet.
Wie beim Typ-1-Diabetes liegt auch beim LADA eine Autoimmunreaktion zugrunde. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen körpereigene Strukturen der Bauchspeicheldrüse, insbesondere:
Die genaue Ursache für die Entstehung dieser Autoimmunreaktion ist nicht vollständig geklärt. Es wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren (z. B. Virusinfektionen) angenommen.
Die Symptome des LADA ähneln zu Beginn oft denen eines Typ-2-Diabetes und können unspezifisch sein:
Ein wichtiger Hinweis auf LADA ist, dass die Blutzuckereinstellung mit oralen Antidiabetika (blutzuckersenkenden Tabletten) nach anfänglich gutem Ansprechen zunehmend schlechter wird und schließlich eine Insulintherapie erforderlich wird.
Die Diagnose des LADA ist anspruchsvoll, da die Erkrankung klinisch dem Typ-2-Diabetes ähnelt. Folgende diagnostische Kriterien werden herangezogen:
Zusätzlich kann der C-Peptid-Spiegel bestimmt werden, der die noch vorhandene Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse widerspiegelt. Bei LADA ist dieser Wert im Verlauf der Erkrankung erniedrigt.
Da LADA eine Autoimmunerkrankung mit fortschreitender Zerstörung der Betazellen ist, zielt die Behandlung darauf ab, die verbleibende Insulinproduktion so lange wie möglich zu erhalten und den Blutzucker gut einzustellen.
Viele Experten empfehlen eine frühzeitige Insulintherapie, da diese die verbliebenen Betazellen entlasten und deren Funktion länger erhalten kann. Eine frühzeitige Insulinisierung kann den Autoimmunprozess verlangsamen.
In frühen Stadien können blutzuckersenkende Tabletten eingesetzt werden. Allerdings sollten bestimmte Wirkstoffe wie Sulfonylharnstoffe vermieden werden, da sie die Betazellen zusätzlich belasten können.
Wie bei allen Diabetesformen sind eine gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und die Vermeidung von Übergewicht wichtige unterstützende Maßnahmen.
Regelmäßige Kontrollen des Blutzuckers, des HbA1c-Werts (Langzeitblutzucker) sowie der C-Peptid-Spiegel und der Antikörperwerte sind entscheidend für die langfristige Behandlungsplanung.
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