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Lebersteifigkeit beschreibt die Verhärtung des Lebergewebes infolge von Narbenbildung (Fibrose). Sie wird zur Beurteilung von Lebererkrankungen eingesetzt.
Lebersteifigkeit beschreibt die Verhärtung des Lebergewebes infolge von Narbenbildung (Fibrose). Sie wird zur Beurteilung von Lebererkrankungen eingesetzt.
Die Lebersteifigkeit (medizinisch: hepatische Steifigkeit oder Leberelastizität) beschreibt den Grad der Verhärtung des Lebergewebes. Eine gesunde Leber ist relativ weich und elastisch. Wenn die Leber jedoch geschädigt wird – etwa durch chronische Entzündungen, übermäßigen Alkoholkonsum oder Stoffwechselerkrankungen – bildet sie Narbengewebe (Fibrose). Dieses Narbengewebe erhöht die Steifigkeit des Organs messbar. Die Messung der Lebersteifigkeit ist ein wichtiges diagnostisches Werkzeug, um den Schweregrad einer Leberfibrose oder -zirrhose einzuschätzen, ohne eine Gewebeentnahme (Biopsie) durchführen zu müssen.
Eine erhöhte Lebersteifigkeit entsteht durch chronische Schädigung des Lebergewebes. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
Die Lebersteifigkeit wird heute hauptsächlich mit nicht-invasiven Methoden gemessen, die eine Leberbiopsie in vielen Fällen ersetzen können.
Die transiente Elastographie, bekannt unter dem Markennamen FibroScan, ist die am weitesten verbreitete Methode. Ein Ultraschallkopf sendet eine Schallwelle in das Lebergewebe. Die Geschwindigkeit, mit der sich diese Welle ausbreitet, ist direkt proportional zur Gewebehärte. Die Steifigkeit wird in Kilopascal (kPa) angegeben. Normalwerte liegen bei etwa 2–7 kPa. Höhere Werte weisen auf eine fortgeschrittene Fibrose oder Zirrhose hin.
Die Magnetresonanzelastographie kombiniert die MRT-Technologie mit Elastographieprinzipien. Sie liefert eine sehr genaue, flächendeckende Karte der Lebersteifigkeit und gilt als besonders präzise, ist jedoch aufwändiger und teurer als der FibroScan.
Die ARFI-Elastographie ist eine Ultraschallbasierte Methode, die direkt in moderne Ultraschallgeräte integriert werden kann. Sie ermöglicht eine gezielte Messung in einem ausgewählten Leberbereich.
Ergänzend zur bildgebenden Elastographie gibt es Bluttests, die Hinweise auf den Grad der Fibrose liefern können, beispielsweise der FIB-4-Score (basierend auf Alter, Leberwerten und Thrombozytenzahl) oder der APRI-Score.
Die Einordnung der gemessenen Steifigkeitswerte hängt von der Grunderkrankung ab. Als allgemeine Orientierung bei der transienten Elastographie gilt:
Diese Schwellenwerte können je nach zugrunde liegender Erkrankung und Leitlinie variieren. Eine erhöhte Lebersteifigkeit sollte immer im klinischen Kontext und durch einen Arzt bewertet werden.
Die Lebersteifigkeit selbst ist kein Krankheitsbild, sondern ein diagnostischer Parameter. Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung:
Regelmäßige Verlaufskontrollen der Lebersteifigkeit ermöglichen es, den Therapieerfolg objektiv zu überwachen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um eine Leberzirrhose und deren schwerwiegende Komplikationen zu verhindern.
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