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Der Leberstoffwechsel umfasst alle biochemischen Prozesse der Leber: Entgiftung, Nährstoffverarbeitung und Produktion lebenswichtiger Stoffe.
Der Leberstoffwechsel umfasst alle biochemischen Prozesse der Leber: Entgiftung, Nährstoffverarbeitung und Produktion lebenswichtiger Stoffe.
Der Leberstoffwechsel bezeichnet die Gesamtheit aller biochemischen Vorgänge, die in der Leber stattfinden. Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers und übernimmt lebenswichtige Aufgaben: Sie verarbeitet Nährstoffe aus der Nahrung, entgiftet das Blut, synthetisiert körpereigene Substanzen und reguliert den Energiehaushalt. Ohne eine funktionierende Leber wäre das Überleben nicht möglich.
Die Leber spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation des Blutzuckerspiegels. Nach einer Mahlzeit speichert sie überschüssige Glukose als Glykogen (Glykogenese). Bei Bedarf – etwa zwischen den Mahlzeiten oder bei körperlicher Aktivität – wandelt sie Glykogen wieder in Glukose um (Glykogenolyse) oder bildet neue Glukose aus Nicht-Zucker-Quellen wie Aminosäuren (Glukoneogenese).
Die Leber ist maßgeblich am Fettstoffwechsel beteiligt. Sie synthetisiert Fettsäuren und Triglyceride, produziert Cholesterin und Phospholipide und bildet Lipoproteine (z. B. VLDL, HDL), die Fette im Blut transportieren. Zudem baut sie Fettsäuren durch die sogenannte Beta-Oxidation ab, um Energie zu gewinnen.
In der Leber werden zahlreiche lebenswichtige Proteine synthetisiert, darunter Albumin (wichtig für den osmotischen Druck des Blutes), Gerinnungsfaktoren (z. B. Faktor I bis XIII) sowie Transportproteine. Gleichzeitig baut die Leber Aminosäuren ab und wandelt dabei freigesetztes Ammoniak in den weniger giftigen Harnstoff um, der über die Nieren ausgeschieden wird (Harnstoffzyklus).
Die Leber filtert kontinuierlich das Blut und neutralisiert schädliche Substanzen. Dazu gehören körperfremde Stoffe wie Medikamente, Alkohol und Umweltgifte, aber auch körpereigene Abbauprodukte wie Bilirubin (entsteht beim Abbau von Hämoglobin). Die Entgiftung erfolgt meist in zwei Phasen: Oxidation (Phase I, durch Cytochrom-P450-Enzyme) und Konjugation (Phase II), wonach die Substanzen wasserlöslich gemacht und ausgeschieden werden.
Die Leber produziert täglich etwa 600–800 ml Galle, die für die Verdauung von Fetten im Darm unerlässlich ist. Gallensäuren emulgieren Nahrungsfette und ermöglichen deren Absorption im Dünndarm. Die Galle enthält außerdem Bilirubin, das über den Stuhl ausgeschieden wird und ihm die braune Farbe verleiht.
Die Leber aktiviert und speichert verschiedene Vitamine (A, D, E, K, B12) und ist an der Aktivierung von Vitamin D beteiligt. Sie baut außerdem Hormone wie Insulin, Steroidhormone und Schilddrüsenhormone ab und reguliert damit indirekt deren Wirkdauer im Körper.
Erkrankungen, die den Leberstoffwechsel beeinträchtigen, können weitreichende Folgen haben. Häufige Ursachen für Leberstoffwechselstörungen sind:
Typische Zeichen einer Leberstoffwechselstörung sind erhöhte Leberwerte im Blut (z. B. ALT, AST, GGT), Gelbsucht (Ikterus), Müdigkeit, Wasseransammlungen im Bauch (Aszites) oder Blutgerinnungsstörungen.
Zur Beurteilung der Leberfunktion stehen verschiedene diagnostische Methoden zur Verfügung:
Ein gesunder Lebensstil kann die Leberfunktion nachhaltig unterstützen:
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