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Die Lenzmann-Linie ist ein anatomisches Orientierungsmaß in der Radiologie zur Beurteilung der Schultergelenksgeometrie. Sie hilft, Fehlstellungen und Instabilitäten des Schultergelenks zu erkennen.
Die Lenzmann-Linie ist ein anatomisches Orientierungsmaß in der Radiologie zur Beurteilung der Schultergelenksgeometrie. Sie hilft, Fehlstellungen und Instabilitäten des Schultergelenks zu erkennen.
Die Lenzmann-Linie ist eine anatomische Referenzlinie, die in der bildgebenden Diagnostik – insbesondere in der konventionellen Röntgendiagnostik – zur Beurteilung des Schultergelenks (Articulatio humeri) verwendet wird. Sie wurde nach dem deutschen Chirurgen und Anatomen benannt, der diese Messmethode zur Analyse der Gelenkgeometrie einführte. Mit ihrer Hilfe kann beurteilt werden, ob der Humeruskopf (Oberarmknochen) korrekt in der Gelenkpfanne (Glenoid) positioniert ist.
Die Linie dient als objektives Hilfsmittel, um im klinischen Alltag Schulterinstabilitäten, Luxationen (Ausrenkungen) oder degenerative Veränderungen des Schultergelenks zu erkennen und einzuordnen.
Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Aufgrund seines großen Bewegungsumfangs ist es jedoch auch besonders anfällig für Instabilitäten und Verletzungen. Die Gelenkpfanne (Glenoid) ist im Verhältnis zum großen Humeruskopf relativ flach, weshalb die Stabilität hauptsächlich durch Muskeln, Sehnen (Rotatorenmanschette) und Bänder gewährleistet wird.
In der radiologischen Beurteilung ist es wichtig, die genaue Position des Humeruskopfes relativ zur Gelenkpfanne zu bestimmen. Hier kommt die Lenzmann-Linie als Messhilfe zum Einsatz.
Die Lenzmann-Linie wird auf einer anterior-posterioren (a.-p.) Röntgenaufnahme des Schultergelenks eingezeichnet. Sie verläuft entlang des unteren Pfannenrands (Glenoid) und dient als Basislinie zur Bestimmung der relativen Position des Humeruskopfes.
Die Lenzmann-Linie ist ein nützliches diagnostisches Hilfsmittel in folgenden klinischen Situationen:
Die Messung der Lenzmann-Linie erfolgt standardmäßig auf einer konventionellen Röntgenaufnahme des Schultergelenks in zwei Ebenen. Ergänzende bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Computertomographie (CT) können für eine detaillierte Darstellung von Weichteilstrukturen (Sehnen, Bänder, Muskeln) oder knöchernen Veränderungen eingesetzt werden.
Der Radiologe oder Orthopäde beurteilt die Lage des Humeruskopfes relativ zur Lenzmann-Linie und stellt diese in Bezug zu den klinischen Befunden und Beschwerden des Patienten.
Wird mithilfe der Lenzmann-Linie eine Fehlstellung festgestellt, richtet sich die Behandlung nach der zugrunde liegenden Ursache:
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