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Levetiracetam ist ein Antiepileptikum zur Behandlung von Epilepsie. Es reduziert die Häufigkeit epileptischer Anfälle und wird bei Erwachsenen sowie Kindern eingesetzt.
Levetiracetam ist ein Antiepileptikum zur Behandlung von Epilepsie. Es reduziert die Häufigkeit epileptischer Anfälle und wird bei Erwachsenen sowie Kindern eingesetzt.
Levetiracetam ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Antiepileptika (Antikonvulsiva), das zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird. Es ist unter verschiedenen Handelsnamen erhältlich, darunter Keppra als bekanntestes Originalpräparat, sowie zahlreiche Generika. Levetiracetam wurde 2000 in der Europäischen Union zugelassen und hat sich seitdem als eines der meistverordneten Antiepileptika weltweit etabliert.
Levetiracetam wird bei verschiedenen Formen von Epilepsie eingesetzt:
Es kann als Einzel- oder Kombinationstherapie (Add-on-Therapie) mit anderen Antiepileptika angewendet werden.
Der genaue Wirkmechanismus von Levetiracetam unterscheidet sich von dem anderer Antiepileptika. Das Molekül bindet selektiv an das synaptische Vesikelprotein SV2A, das an der Freisetzung von Neurotransmittern aus den Nervenendigungen beteiligt ist. Durch diese Bindung wird die übermäßige, synchronisierte elektrische Aktivität im Gehirn gedämpft, die für epileptische Anfälle verantwortlich ist. Levetiracetam beeinflusst dabei kaum die normale neuronale Aktivität, was seinen vergleichsweise günstigen Nebenwirkungsprofile erklärt.
Levetiracetam ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich:
Die Dosierung wird vom behandelnden Arzt individuell festgelegt und richtet sich nach Alter, Körpergewicht und der Art der Epilepsie. Bei Erwachsenen beträgt die übliche Anfangsdosis 250–500 mg zweimal täglich, die schrittweise erhöht werden kann. Die maximale Tagesdosis liegt in der Regel bei 3000 mg. Levetiracetam sollte nicht abrupt abgesetzt werden, da dies Anfälle auslösen kann – eine schrittweise Dosisreduktion ist notwendig.
Wie alle Arzneimittel kann Levetiracetam Nebenwirkungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen sind:
Seltenere, aber ernsthafte Nebenwirkungen umfassen Blutbildveränderungen, schwere Hautreaktionen und suizidale Gedanken. Patienten und Angehörige sollten bei Auftreten von Verhaltensänderungen oder Stimmungsverschlechterungen umgehend einen Arzt aufsuchen.
Levetiracetam hat im Vergleich zu vielen anderen Antiepileptika ein relativ geringes Wechselwirkungspotenzial, da es kaum über das Leberenzym-System CYP450 metabolisiert wird. Dennoch sollten folgende Punkte beachtet werden:
Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis angepasst werden, da Levetiracetam überwiegend renal ausgeschieden wird. Während der Schwangerschaft sollte die Einnahme nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen, da Antiepileptika grundsätzlich mit einem erhöhten Fehlbildungsrisiko assoziiert sein können. Stillende Mütter sollten beachten, dass Levetiracetam in die Muttermilch übergeht.
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