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Die Lobärpneumonie ist eine bakterielle Lungenentzündung, die einen gesamten Lungenlappen befällt. Sie verläuft meist akut und erfordert rasche medizinische Behandlung.
Die Lobärpneumonie ist eine bakterielle Lungenentzündung, die einen gesamten Lungenlappen befällt. Sie verläuft meist akut und erfordert rasche medizinische Behandlung.
Die Lobärpneumonie ist eine Form der Lungenentzündung (Pneumonie), bei der ein gesamter Lungenlappen (Lobus pulmonis) von einer Entzündung betroffen ist. Im Gegensatz zur Bronchopneumonie, die fleckförmig mehrere Bereiche der Lunge befällt, erstreckt sich die Lobärpneumonie gleichmäßig über einen ganzen Lungenabschnitt. Sie gehört zu den klassischen bakteriellen Lungeninfektionen und tritt häufig bei ansonsten gesunden Erwachsenen auf.
Der häufigste Erreger der Lobärpneumonie ist das Bakterium Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken). Weitere mögliche Erreger sind:
Begünstigende Faktoren für eine Lobärpneumonie sind ein geschwächtes Immunsystem, Rauchen, chronische Lungenerkrankungen, hohes Alter, Alkoholmissbrauch sowie vorausgegangene Virusinfektionen wie Influenza.
Die Lobärpneumonie beginnt typischerweise plötzlich und mit ausgeprägten Beschwerden:
Typisch für die klassische Lobärpneumonie ist auch ein charakteristischer Krankheitsverlauf in vier Stadien: Anschoppung, Rote Hepatisation, Graue Hepatisation und Auflösung (Lyse).
Die Diagnose der Lobärpneumonie erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und technischen Untersuchungsverfahren:
Da die Lobärpneumonie in den meisten Fällen bakteriell bedingt ist, steht die Antibiotikatherapie im Mittelpunkt der Behandlung. Das Mittel der ersten Wahl bei Pneumokokken-Pneumonie ist Amoxicillin oder Penicillin G. Bei Verdacht auf atypische Erreger oder bei unbekanntem Erreger werden häufig Makrolid-Antibiotika (z. B. Clarithromycin) oder Fluorchinolone eingesetzt. Die Therapiedauer beträgt in der Regel 5 bis 10 Tage.
Ergänzend zur Antibiotikatherapie sind folgende unterstützende Maßnahmen wichtig:
Leichtere Verläufe können ambulant behandelt werden. Bei schwerem Krankheitsbild, Begleiterkrankungen, hohem Alter oder Komplikationen (z. B. Pleuraerguss, Sepsis) ist eine stationäre Aufnahme notwendig. Zur Einschätzung des Schweregrades und der Notwendigkeit einer Krankenhauseinweisung werden Scores wie der CRB-65-Score verwendet.
Mit rechtzeitiger und adäquater Behandlung heilt die Lobärpneumonie bei den meisten Patienten vollständig aus. Mögliche Komplikationen sind:
Besonders gefährdet für einen schweren Verlauf sind ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen sowie immungeschwächte Patienten.
Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen die Lobärpneumonie durch Pneumokokken ist die Pneumokokken-Schutzimpfung. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Säuglinge, ältere Menschen ab 60 Jahren sowie für Personen mit chronischen Erkrankungen oder Immunschwäche empfohlen. Zusätzlich schützt die Grippeimpfung indirekt, da Influenza-Infektionen eine Lobärpneumonie begünstigen können.
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