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Die Lungenpest ist eine lebensbedrohliche bakterielle Infektionskrankheit der Lunge, verursacht durch Yersinia pestis. Sie gilt als die gefährlichste Form der Pest.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenDie Lungenpest ist eine lebensbedrohliche bakterielle Infektionskrankheit der Lunge, verursacht durch Yersinia pestis. Sie gilt als die gefährlichste Form der Pest.
Die Lungenpest (lateinisch: Pestis pneumonica) ist die schwerste und am schnellsten verlaufende Form der Pest. Sie wird durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst und betrifft primär die Lunge. Ohne rasche Behandlung verläuft die Erkrankung in nahezu allen Fällen tödlich. Die Lungenpest gehört neben der Beulenpest und der Sepsisp est zu den drei Hauptformen der Pest.
Die Lungenpest wird durch Yersinia pestis verursacht, ein gram-negatives Stäbchenbakterium. Es gibt zwei Formen der Übertragung:
Als natürliches Reservoir gelten Nagetiere wie Ratten und Präriehunde. Der Erreger wird üblicherweise durch Flöhe auf den Menschen übertragen, bei der Lungenpest jedoch auch direkt von Mensch zu Mensch.
Die Inkubationszeit der Lungenpest beträgt nur 1 bis 4 Tage. Die Erkrankung beginnt abrupt und schreitet rasch fort:
Ohne Behandlung führt die Lungenpest innerhalb von 2 bis 4 Tagen zum Tod.
Die Diagnose erfordert den schnellen Nachweis von Yersinia pestis. Folgende diagnostische Methoden werden eingesetzt:
Aufgrund des schnellen Krankheitsverlaufs muss die Therapie bereits bei Verdacht begonnen werden, noch bevor alle Laborergebnisse vorliegen.
Die Lungenpest ist ein medizinischer Notfall. Eine sofortige Behandlung mit Antibiotika ist lebensrettend:
Erkrankte Personen müssen strikt isoliert werden, um eine weitere Übertragung zu verhindern. Kontaktpersonen erhalten prophylaktisch Antibiotika. In schweren Fällen ist eine intensivmedizinische Behandlung mit Unterstützung der Atemfunktion notwendig.
Die Pest hat im Laufe der Geschichte mehrere verheerende Pandemien ausgelöst, darunter den Schwarzen Tod im 14. Jahrhundert, bei dem schätzungsweise ein Drittel der europäischen Bevölkerung starb. Heute treten Pestfälle noch sporadisch in Teilen Afrikas, Asiens und Nordamerikas auf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet jährlich von einigen hundert Fällen weltweit. Durch moderne Antibiotika ist die Erkrankung heute behandelbar, wenn sie frühzeitig erkannt wird.