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Magenmotilität bezeichnet die Bewegungsfähigkeit des Magens, die für die Durchmischung und den Weitertransport des Speisebreis verantwortlich ist.
Magenmotilität bezeichnet die Bewegungsfähigkeit des Magens, die für die Durchmischung und den Weitertransport des Speisebreis verantwortlich ist.
Die Magenmotilität beschreibt die Fähigkeit des Magens, sich durch koordinierte Muskelkontraktionen zu bewegen. Diese Bewegungen sind essenziell für die Verdauung: Sie zerkleinern und durchmischen die aufgenommene Nahrung mit Magensäure und Verdauungsenzymen und transportieren den entstehenden Speisebrei (Chymus) kontrolliert in den Dünndarm weiter. Die Magenmotilität wird durch ein komplexes Zusammenspiel aus dem Nervensystem, Hormonen und der glatten Muskulatur der Magenwand gesteuert.
Der Magen besteht aus verschiedenen funktionellen Abschnitten, die jeweils unterschiedliche motorische Aufgaben übernehmen:
Die motorische Aktivität des Magens wird durch elektrische Schrittmacherzellen (interstitielle Cajal-Zellen) koordiniert, die rhythmische Grundschwingungen (ca. 3 Kontraktionen pro Minute) erzeugen. Das vegetative Nervensystem – insbesondere der Nervus vagus – sowie Hormone wie Gastrin, Motilin und Cholecystokinin (CCK) modulieren diese Aktivität.
Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Magenentleerungsgeschwindigkeit und die motorische Aktivität des Magens:
Störungen der Magenmotilität können sich in verschiedenen klinischen Bildern äußern:
Die Gastroparese ist eine verzögerte Magenentleerung ohne mechanische Obstruktion. Sie tritt häufig bei Diabetes mellitus (diabetische Gastroparese) auf, kann aber auch idiopathisch oder postoperativ bedingt sein. Typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, frühzeitiges Sättigungsgefühl und Oberbauchschmerzen.
Bei der funktionellen Dyspepsie bestehen Oberbauchbeschwerden ohne nachweisbare organische Ursache. Störungen der Magenmotilität, insbesondere eine verzögerte Entleerung oder eine gestörte Magenakkommodation, spielen eine wichtige Rolle.
Das Dumping-Syndrom tritt häufig nach Magenoperationen auf und bezeichnet eine zu schnelle Entleerung des Mageninhalts in den Dünndarm. Es kann Schwindel, Schweißausbrüche, Übelkeit und Hypoglykämie verursachen.
Zur Beurteilung der Magenmotilität stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung:
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und dem Schweregrad der Störung:
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