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Die Massa lateralis Fraktur ist ein Knochenbruch der seitlichen Wirbelkörpermasse des ersten Halswirbels (Atlas, C1). Sie entsteht meist durch axiale Stauchung und erfordert rasche Diagnostik.
Die Massa lateralis Fraktur ist ein Knochenbruch der seitlichen Wirbelkörpermasse des ersten Halswirbels (Atlas, C1). Sie entsteht meist durch axiale Stauchung und erfordert rasche Diagnostik.
Die Massa lateralis Fraktur bezeichnet einen Knochenbruch im Bereich der Massa lateralis – den seitlichen Knochenblöcken des ersten Halswirbels, des sogenannten Atlas (C1). Die Massa lateralis verbindet den vorderen und hinteren Bogen des Atlas und bildet die Gelenkflächen zu den Kondylen des Hinterhauptbeins (Occiput) sowie zum zweiten Halswirbel (Axis, C2). Frakturen in diesem Bereich gehören zu den Verletzungen der oberen Halswirbelsäule und können je nach Ausmaß neurologisch relevant sein.
Die Massa lateralis Fraktur entsteht meist durch direkte Krafteinwirkung auf die Halswirbelsäule. Typische Unfallmechanismen sind:
Häufig treten Massa lateralis Frakturen in Kombination mit anderen Atlasfrakturen auf, etwa der klassischen Jefferson-Fraktur (Berstungsfraktur des Atlas), oder zusammen mit Verletzungen des Axis (C2).
Die Symptome können je nach Schwere der Verletzung variieren. Typische Beschwerden sind:
Da der Atlas unmittelbar unterhalb des Hirnstamms liegt, besteht bei erheblicher Dislokation eine potenzielle Lebensgefahr durch Kompression des Myelons (Rückenmark).
Die Diagnose einer Massa lateralis Fraktur erfordert bildgebende Verfahren. Standardmäßig werden folgende Untersuchungen eingesetzt:
Eine wichtige diagnostische Kenngröße ist der Overhang der Massa lateralis über den Axis (sogenannte laterale Masse): Ein beidseitiger Überstand von über 6,9 mm (nach Spence-Regel) gilt als Hinweis auf eine Ruptur des Lig. transversum atlantis und damit auf eine instabile Verletzung.
Massa lateralis Frakturen werden im Rahmen der Atlas-Fraktur-Klassifikation nach Landells und Van Peteghem sowie nach der AO-Klassifikation für Wirbelsäulenverletzungen eingeteilt. Folgende Typen sind klinisch relevant:
Bei stabilen, nicht oder wenig dislozierten Massa lateralis Frakturen ohne neurologische Ausfälle ist in der Regel eine konservative Behandlung möglich:
Bei instabilen Frakturen, erheblicher Dislokation, Bandrupturen oder neurologischen Ausfällen kann eine operative Stabilisierung notwendig sein:
Die Prognose bei isolierten, stabilen Massa lateralis Frakturen ist im Allgemeinen gut; die meisten Patienten erholen sich vollständig ohne bleibende neurologische Schäden.
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