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Die Massa lateralis ist der seitliche Knochenanteil des ersten Halswirbels (Atlas) und trägt das Gewicht des Schädels. Sie ist klinisch relevant bei Verletzungen und Fehlstellungen der Halswirbelsäule.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenDie Massa lateralis ist der seitliche Knochenanteil des ersten Halswirbels (Atlas) und trägt das Gewicht des Schädels. Sie ist klinisch relevant bei Verletzungen und Fehlstellungen der Halswirbelsäule.
Die Massa lateralis (auch Massa lateralis atlantis) bezeichnet die paarig angelegten, seitlichen Knochenblöcke des ersten Halswirbels, des sogenannten Atlas (C1). Der Atlas ist der oberste Wirbel der Halswirbelsäule und bildet die direkte gelenkige Verbindung zwischen dem Schädel und der Wirbelsäule. Die Massae laterales sind die tragenden Elemente dieses Wirbels und übernehmen die Hauptlast des Kopfgewichts.
Im Gegensatz zu anderen Halswirbeln besitzt der Atlas weder einen Wirbelkörper noch einen Dornfortsatz. Er besteht im Wesentlichen aus drei Teilen:
Jede Massa lateralis verfügt auf ihrer Oberfläche über zwei Gelenkflächen:
An den Massae laterales setzen zudem wichtige Bänder und Muskeln der Halsregion an, die zur Stabilität und Beweglichkeit der oberen Halswirbelsäule beitragen.
Die Massae laterales sind bei Hochrasanztraumata, beispielsweise bei Verkehrsunfällen oder Stürzen aus großer Höhe, besonders gefährdet. Eine klassische Verletzung ist die Jefferson-Fraktur, eine Berstungsfraktur des Atlas, bei der beide Massae laterales durch axiale Stauchung nach außen gedrängt werden. Diese Fraktur kann durch eine seitliche Verschiebung (Lateralisation) der Knochenblöcke im Röntgenbild oder im CT erkannt werden.
Fehlstellungen der Massae laterales können zu einer Instabilität des kraniovertrebralen Übergangs (dem Übergang von Schädel zu Wirbelsäule) führen. Ursachen können neben Traumata auch entzündliche Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis oder angeborene Fehlbildungen sein. Eine Instabilität in diesem Bereich ist potenziell lebensbedrohlich, da das Rückenmark und wichtige Blutgefäße in unmittelbarer Nähe verlaufen.
Zur Beurteilung der Massae laterales kommen folgende bildgebende Verfahren zum Einsatz: